29. Mai 2018, 22:16 Uhr

Tattoos für den guten Zweck

29. Mai 2018, 22:16 Uhr
Sascha Lindenstruth sticht Marco Nebeling ein weiteres Tattoo. Dabei schauen ihm Bürgermeister Dirk Haas, Heinrich Ranft (zeigt auf sein Bärenherz-Tattoo auf dem Unterarm), Jana Blum und Gudrun Weis zu (v. r.). (Foto: siw)

Besonders diejenigen, die nicht im Internet unterwegs sind, zeigten sich am Montag verwundert über die Sperrung eines Teilstücks der Kaiserstraße in Großen-Buseck und die abendliche Livemusik. Der Grund: Das »Wildflowers-Charity-Festival«. Die Idee dazu hatte Sascha Lindenstruth vom Tattoo-Studio »Ahoi Ahoi«. Jeweils zur Hälfte soll der Erlös an den Verein »Bärenherz« und den Elternverein Leukämie- und krebskranker Kinder Gießen gehen.

»Für mich stehen Kinder an allererster Stelle«, sagte Lindenstruth, selbst Vater eines vierjährigen Sohnes. Auf die beiden gemeinnützigen Vereine hatten ihn Jana und Rainer Blum von »gegenüber« aufmerksam gemacht und den Kontakt zu Heinrich Ranft (Verbindungsmann zu Bärenherz) hergestellt. Die Idee zog weite Kreise, nicht nur umliegende Geschäfte beteiligten sich an der Ausrichtung oder spendeten für den guten Zweck. Insgesamt waren 27 Firmen beteiligt, die für eine Spende mit ihrem Logo auf der Rückseite der von Blum kostenlos erstellten Flyer aufgeführt sind.

Musiker spielen für Tattoos

Wer zuerst kommt, wird zuerst bemalt, so hieß es in der Zeit von 11 bis 16 Uhr. Mit spitzer Nadel und ruhiger Hand machten sich Lindenstruth und seine Kollegen Tim Küffe und Tugce Okay ans Werk. Die kompletten Einnahmen gingen in den Spendentopf, nach gut drei Stunden waren es bereits über 1000 Euro. Auch die Musiker spielten »just for fun« oder für ein kostenloses Tattoo, wie Lindenstruth schmunzelnd anmerkte.

Am frühen Abend trat der Singer und Songwriter Robert von Emilys Giant (Leipzig) auf, es folgte die lokale Heavy-Metal-Band »Blizzen« (Gießen) und die schwedische Band »Night«. Sämtliche Musiker performten die Live-Acts akustisch, um nicht den ganzen Dorfkern zu beschallen. Um 22 Uhr war Nachtruhe und die Straße gekehrt. Busecks Bürgermeister Dirk Haas hatte die Schirmherrschaft übernommen. Für Speisen und Getränke war ebenfalls bestens gesorgt.

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