30. November 2018, 05:00 Uhr

Kita-Plätze

TSV Albach macht Waldkindergarten möglich

Für den Waldkindergarten in Albach ist die nächste Hürde genommen: Kinder und Betreuer dürfen das Vereinsheim des TSV Albach nutzen. Im Haupt- und Finanzausschuss war aber nicht alles eitel Sonnenschein.
30. November 2018, 05:00 Uhr
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Von Constantin Hoppe
Draußen spielen bei Wind und Wetter: In Lich (Foto) gibt’s das schon lange. Nun verwirklichen immer mehr Gemeinden dieses Konzept, nicht zuletzt aus Platzmangel. Auch in Albach soll ein Waldkindergarten entstehen. (Archivfoto: pm)

Mehr Transparenz in den Verhandlungen der Gemeinde? Das wünscht sich die Fernwalder Grünen-Fraktion. Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde am Mittwochabend in Steinbach stellte die Fraktion einen Antrag auf Änderung der Hauptsatzung: Nach dem Antrag soll der Gemeindevorstand aus Gründen der Transparenz den Haupt- und Finanzausschuss zu Grundstücksgeschäften sowie Aufnahme von Krediten und Verpachtungen entsprechend der Hauptsatzung informieren.

»Bislang ist das immer sehr umständlich – man muss jedes Mal nachfragen um die entsprechenden Informationen zu erhalten«, erklärte Bernd Voigt, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Weiterhin begründete er den Antrag mit vermeintlichen Grundstücksverkäufen und dem Wert der Flächen: »Die letzten Verkäufe in den Gewerbegebieten liegen deutlich unter den Bodenrichtwerten«.

 

Grüne ziehen Antrag zurück

 

Letzterem Punkt widersprach Bürgermeister Stefan Bechthold vehement: »Kein Grundstück ist unter Wert verkauft worden«. Kritik zu dem Antrag kam vor allem von der SPD: Denn damit würde auch einhergehen, dass Informationen über laufende Verhandlungen an die Öffentlichkeit geraten würden – und das könnte zu enormen Problemen für die Verhandlungspartner führen.

»Ich merke schon, unser Antrag ist nicht erwünscht«, erklärte daraufhin Voigt – und zog selbigen zurück. Allerdings sei es den Grünen niemals um die eigentlichen Verhandlungen gegangen, sondern nur um deren Ergebnisse. »Das wird so weit gehen, dass wir deshalb vor ein Gericht ziehen müssen«, drohte er abschließend.

 

Bürgermeister lobt Albacher Verein

 

Auch die Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten sowie die Einrichtung eines Waldkindergartens in Albach standen erneut auf der Tagesordnung. Wie berichtet, war dieses Thema in den Fachausschüssen ausführlich erörtert worden.

Der Haupt- und Finanzausschuss verzichtete auf eine neuerliche Diskussion und befürwortete die Anträge einstimmig. Bürgermeister Stefan Bechthold lobte ausdrücklich die Bereitschaft des TSV Albach, sein Sportheim am Sportplatz für den geplanten Waldkindergarten zur Verfügung zu stellen: »Das ist nicht selbstverständlich«.

 

CDU will mehr Informationen

 

Von der CDU-Fraktion kam ein Berichtsantrag über die Situation der Kindertagesstätten in der Gemeinde. Im Vorfeld hatte die Partei mit einer Pressemitteilung um selben Thema für Aufsehen gesorgt. In dem Schreiben hatten die Christdemokraten kritisiert, den Parlamentariern würden entsprechende Informationen vorenthalten.

Darüber zeigte sich Bürgermeister Bechthold während der Ausschussitzung verwundert: »Was in dem Antrag an Fragen formuliert ist, ist eigentlich bekannt«, erklärte er. »Aber andere Fragen – zum Beispiel zum Krankenstand unter den Erzieherinnen – dürfen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht beantwortet werden«.

Auch Mark Reitmeier, Vorsitzender der CDU-Fraktion, entschärfte die entsprechende Mitteilung etwas: »Wir wollten niemanden in der Gemeindeverwaltung kritisieren, aber es wurde in der Vergangenheit immer nur »teilweise dazu berichtet«. Zur Sitzung der Gemeindevertretung soll nun ein ausführlicher Bericht zu dem Thema übermittelt werden – der Antrag bleibt vorerst im Geschäftsgang.

 

Zustimmung für Waldwirtschaftsplan

 

Auch der Waldwirtschaftsplan für das kommende Jahr erhielt einstimmigen Zuspruch: Die Planungen gehen derzeit von einem positiven Ergebnis mit einem Überschuss von über 7000 Euro aus. Zudem wurde auch über den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet »Jägersplatt IV« abgestimmt: Bei einer Enthaltung der Grünen-Fraktion gab es eine mehrheitliche Zustimmung für den Beschluss.



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