25. Januar 2017, 18:14 Uhr

Tempobegrenzung

Streitpunkt in Staufenberg

Tempo 70 ist in Staufenberg momentan groß in Mode. Diese Geschwindigkeitsbeschränkung gilt seit vorigem Jahr auf der Landesstraße L 3146 von Treis in Richtung Mainzlar.
25. Januar 2017, 18:14 Uhr
Die ungünstige Querneigung auf der Landstraße L 3146 zwischen Mainzlar und Treis soll baulich ausgebessert werden – der Termin ist aber noch offen. So lange bleibt das umstrittene Tempolimit bestehen. (Archivfoto: pad)

Wilfried Schmied (CDU) teilte dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt auf seiner Sitzung in der Stadthalle mit, dass viele Bürger sich darüber beschwerten. Zur Befriedung der Situation schlug er vor, die vorherigen Überholverbotsschilder wieder aufzustellen und die Tempominderung nur noch in der gefährlichen Kurve anzuordnen.

Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) musste diesmal passen. Er sei als Ortspolizeibehörde außerhalb der Stadtteile nicht verantwortlich. Hessen Mobil habe die 70 Stundenkilometer angeordnet mit der Begründung, der Streckenabschnitt habe eine ungünstige Querneigung. Allerdings sei die Straße im Bauprogramm des Landes Hessen aufgenommen, die Bauzeit aber noch unbekannt. Im Zuge der Sanierung soll die Neigung verändert werden. Frühestens danach werde die Begrenzung vielleicht aufgehoben.

Auf dem kurzen Streckenabschnitt von der Bundesstraße B3 zum Kreisel beim Tegut-Markt würden manche Verkehrsteilnehmer bis zu 100 Stundenkilometer fahren, sodass die Anlieger sich öfters Beschwerden. Gefeller sagte, hier habe früher zunächst ein Tempo 70-Schild gestanden, sei dann wieder entfernt worden, weil die Behörde damals meinte, hier könne man ohnehin keine 100 Stundenkilometer fahren. Ein neuer Erlasserlaube nun aber die Aufstellung des 70er Schildes und genau dies wolle er beantragen. Auf dem ebenso kurzen Streckenabschnitt zwischen Staufenberg und Clemens-Brentano-Europaschule (Lollarer Straße), wo auch gerne schnell gefahren werde, sei von Landrätin Schneider bereits Tempo 70 angeordnet worden, die Straßenmeisterei habe bisher noch keine Schilder aufgestellt.

Im laufenden Flurbereinigungsverfahren für die Ortsumgehung Mainzlar soll die Stadt Staufenberg vier Flächen übernehmen, auf denen sich so genannte Flutmulden befinden. Diese sind zwischen 40 und 80 Zentimeter tief und sollen Hochwasser abmindern. Auf diesen Flächen wäre weiterhin Beweidung möglich, daher für die Stadt ein nur geringer Pflegeaufwand. Einschließlich dem Erwerb von allerdings bezuschussten Uferrandstreifen kostet das die Stadt 20000 Euro. Bauamtsleiter Thomas Kreiling sagte, Erossionsschäden durch Hochwasser seien an den Steilhängen der Lumda wahrscheinlich aber in den Flutmulden nicht zu befürchten. Wilfried Schmied (CDU) meinte, für die Pflege solle der Wasserverband zuständig sein. Einstimmig beschloss der Ausschuss den Ankauf der Flächen.

Das künftige Baugebiet »Schautanz« in der Verlängerung der Straße »Am Mühlgraben« (Daubringen) liegt in der Gemarkung Mainzlar. Die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt im zweistufigen Regelverfahren mit Umweltprüfung. Das Planungsbüro Holger Fischer erhält den Auftrag das Verfahren durchzuführen. Auf dem 2,2 Hektar großen Baugebiet sollen vorrangig Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. Der Ausschuss stimmte geschlossen für den Aufstellungsbeschluss.

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