15. Mai 2019, 22:06 Uhr

Straßenbau wird einiges kosten

15. Mai 2019, 22:06 Uhr
Platz wäre genug für einen Kreisverkehr nahe der Sporthalle an der Fellingshäuser Straße von Rodheim - aber das wäre auch mit Abstand die teuerste Lösung beim Bau einer Ausfahrt für die neue Feuerwehr und den Bauhof. (Foto: so)

In der Schlossstraße zu Königsberg droht nahe der Mehrzweckhalle ein Hang abzurutschen, denn die Stützmauer aus Bruchstein ist schadhaft. Idee der Gemeinde: Die Herstellung der Mauer mit dem Umgestalten der ebendort vorhandenen Bushaltestelle zu verbinden und die Situation für Fußgänger zu verbessern. Denn der Gehweg ist mit 90 Zentimetern doch recht schmal.

Derzeit ist die schadhafte Stelle provisorisch gesichert, und die Arbeiten sollten nicht allzu lange hinausgezögert werden. Denn wenn jetzt fix entschieden wird, dann kann die Gemeinde womöglich noch ordentlich Zuschüsse einwerben. Die gibt es nämlich nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, wenn Bushaltestellen gebaut oder verbessert werden. Deshalb wird in dieser Woche noch mit der Verkehrsgesellschaft Oberhessen geklärt, ob die Haltestelle am Hang weiterhin benötigt und angefahren wird oder ob die Busfahrer nur die gegenüberliegende Straßenseite ansteuern, weil dies fahrtechnisch günstiger ist.

Zuschüsse angefragt

Wird der Gehweg gemacht, dann soll er wenigstend 1,50 Meter breit werden. Dort liegt zudem eine alte und zu gering dimensionierte Wasserleitung; die könnte in diesem Zuge mit getauscht werden. Rund 170 000 Euro soll das Ganze kosten; bis zu 70 Prozent Förderung stehen in Aussicht. Womöglich wird gleich ein Paket gemeinsam mit einer zu überarbeitenden Bushaltestelle am Wingert in Vetzberg geschnürt. Der Bauausschuss der Gemeindevertretung hat dies zustimmend zur Kenntnis genommen.

Offen ist immer noch, wie der Neubau von Bauhof und Feuerwehr in Rodheim an die Fellingshäuser Straße angeschlossen wird. Mit oder ohne Kreisel? Mit oder ohne Ampel? Mit Zebrastreifen als Querungshilfe für die Fußgänger? Eine erste Verkehrszählung vor knapp drei Wochen lässt sich auf 3500 bis 4000 Fahrzeugbewegungen dort hochrechnen. Inge Mohr von den Freien Wählern favorisiert einen Kreisverkehr, der aber mit Abstand die teuerste Lösung wäre: Jenseits der 500 000 Euro. SPD und Grüne neigen eher zu einer günstigen Variante, die zudem die Sicherheit der Fußgänger in den Vordergrund stellt. Abschließend soll die Gemeindevertretung befinden.

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