15. Januar 2017, 19:37 Uhr

Stillstand beim Gerätehaus

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Trais-Horloff ist eine bessere Garage. Der technische Prüfdienst, der regelmäßig die Gebäude und Technik der Feuerwehren anschaut, verlässt es nie ohne eine lange Mängelliste. Bei der Jahreshauptversammlung 2016 versprach Bürgermeister Rainer Wengorsch Abhilfe. Geändert hat sich nichts.
15. Januar 2017, 19:37 Uhr
Jürgen Niesner dankt mit einem Händeschütteln Erhard Jänchen für 50 Jahre Mitgliedschaft. Mario Nagel (3. v. r.) wird als Jugendwart verabschiedet. (Foto: pad)

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Trais-Horloff ist eine bessere Garage. Der technische Prüfdienst, der regelmäßig die Gebäude und Technik der Feuerwehren anschaut, verlässt es nie ohne eine lange Mängelliste. Bei der Jahreshauptversammlung 2016 versprach Bürgermeister Rainer Wengorsch Abhilfe. Geändert hat sich nichts.

Wehrführer Peter Schindler fand auf der Jahreshauptversammlung 2017 dazu deutliche Worte. Im vergangenen Jahr wurden die Pläne für die Sanierung des Gebäudes bei einem Gespräch vorgestellt. Dabei habe sich aber herausgestellt, dass diese so nicht umsetzbar seien. Das Gerätehaus liegt mitten im Dorf, hat eine kaum einsehbare Ausfahrt und praktisch keine Parkplätze. Daher fragte die Feuerwehr per Brief bei der Stadt nach, ob ein Neubau nicht sinnvoll wäre. Seitdem sei aber nichts mehr geschehen. »Problem ist, dass die Kommunikation zwischen uns und der Stadt nicht stimmt. Das ist sehr schade«, sagte Schindler.

Jedoch hatte er auch gute Nachrichten. Laura Betzl hat den Lehrgang für Atemschutzgeräteträger absolviert. 14 Aktive sowie drei Studenten stehen für Einsätze bereit. Der erste Alarm rief die Trais-Horloffer bereits am 2. Januar in den Nachbarort Inheiden zu einem Wohnhausbrand. Spektakulär waren der Absturz eines Kleinflugzeugs an der Kläranlage bei Utphe und der Brand von über 200 Strohballen am Seefestwochenende.

Schindler bedauerte, dass nach Ausfall des Kreisverbandstages nicht ein einziges Feuerwehrfest besucht werde konnte. Immer öfter würden die Jubiläen mit Aktionstagen statt großen Festen begangen. »Die Leute sind nicht mehr bereit, sich im Verein zu engagieren. Dann lassen sich solche Feste nicht stemmen.«

Die Jugendfeuerwehr war anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens Gastgeber des Zeltlagers und Stadtpokals gewesen. Die zehn Mitglieder werden in Zukunft von Laura Betzl geführt. Sie wurde einstimmig zur Nachfolgerin von Mario Nagel gewählt: Da er aus Trais-Horloff weggezogen ist, trat er schweren Herzens von seinem Amt zurück. »Man kann die Arbeit, die du in Trais-Horloff und als Stadtjugendfeuerwehrwart geleistet hast, gar nicht genug würdigen«, sagte Schindler.

Jürgen Niesner berichtete aus dem Vereinsjahr. Beim Zeltlager unterstützte man aktiv die Jugendfeuerwehr, ebenso war man beim Seefest an den Kassen im Einsatz. Die Wandergruppe »Die Riedspatzen« startete bei 23 Wanderungen und landete in der EVG-Wertung auf Platz 26. Am letzten Januarwochenende richtete die Gruppe ein Volkswandern mit 745 Teilnehmern aus. Die Neuauflage findet dieses Jahr am 3. und 4. Februar statt.

Geehrt wurden für 15 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein Susanne Jendges, Horst Jendges, Christel Jendges, Dominik Erb und Herbert Engel. 40 Jahre unterstützt Dirk Walter die Feuerwehr, seit 50 Jahren Erhard Jänchen, der nun zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Stadtrat Helmut Schmidt überbrachte die Grüße der Stadt.

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