17. April 2018, 13:00 Uhr

Bauarbeiten

Steuert Langgöns auf Verkehrschaos zu?

Mitte Mai wird der die Bahnunterführung am Fasanenweg in Langgöns für Monate gesperrt. Bürgermeisterkandidat Marius Reusch erwartet ein »mittleres bis schweres Verkehrschaos«.
17. April 2018, 13:00 Uhr
Der Verkehr muss über den Rottweg abfließen. (Foto: Geck)

Der Tunnel, der den Fasanenweg und die Straße An der alten Bach verbindet, wird ab Mitte Mai monatelang wegen des Neubaus der Bahnunterführung gesperrt. Der Verkehr aus dem Wohngebiet muss über den Rottweg abfließen. Bei geschätzten 2000 Einwohnern könne dies während der Stoßzeiten »zu einem mittleren bis schweren Verkehrschaos« an der Kreuzung Holzheimer Straße/Leihgesterner Straße/Rottweg führen, erklärt die Koalition aus CDU, FDP und Grünen. Die Politiker fürchten, es könne zu massiven Rückstaus kommen.

»Wir sind unzufrieden, wie bisher mit der Problematik vonseiten des Bürgermeisters und der Verkehrsbehörde Hessen Mobil umgegangen wurde«, erklärt der Bürgermeisterkandidat der Koalition, Marius Reusch. Der Bürgermeister wolle zunächst einmal abwarten, einen Plan B für das »erwartbare Verkehrschaos« habe er nicht. Koalition und Gemeindevorstand hätten seit mehr als zwei Jahren versucht, »eine konstruktive Lösung für die drohende Belastung herbeizuführen«, sagt Reusch. Auch aus der Bevölkerung habe es Vorschläge gegeben, wie ein auch langfristig sinnvoller Kreisel optimal gestaltet werden kann. In den Stoßzeiten, wenn auch die Fußgänger zum Bahnhof wollen und Schulbusse unterwegs sind, drohten Rückstaus. Sowohl Hessen Mobil als auch der Bürgermeister hätten nur gesagt was nicht gehe, aber keine eigenen Vorschläge gemacht, heißt es in der Pressemitteilung von Reusch. Bei der nun geplanten Ampelschaltung stellten sich verschiedene Fragen: Wird der Schulbus, der zweimal über die Kreuzung muss, seinen Fahrplan einhalten können? Wie sollen die geplanten Ampeln geschaltet werden? Wird die Fußgängerampel in die restliche Ampelschaltung integriert?

 

Feldweg als Einbahnstraße?

Die Verkehrsregelung befinde sich noch in der letzten Abstimmung, hält Bürgermeister Horst Röhrig fest. Ein Kreisverkehr wäre schön gewesen, ließe sich aber laut Hessen Mobil innerhalb der Gegebenheiten nicht umsetzen. »Geplant sind Ampelanlagen mit möglichst kurzen Intervallen«, so der Rathauschef weiter. Wünschenswert seien dabei sensorgesteuerte Anlagen. »Für eine optimale Schaltung wird der Verkehrsfluss auch nach der Einrichtung beobachtet«, erklärt Röhrig. Ob der Schulbus seinen Fahrplan einhalten könne, müsse das Busunternehmen sehen. »Eine Baustelle lässt sich einfach nicht ohne Beeinträchtigungen einrichten.«

Isabell Dern (Grüne) schlägt vor, die Ampel nur zu den Stoßzeiten zu schalten. Als Ergänzung hierzu sollte der Feldweg aus dem Wohngebiet Südost zur Holzheimer Straße für die Zeit der Bauarbeiten als Einbahnstraße legalisiert werden, um ein gleichmäßiges und staufreies Abfließen des Verkehrs zu ermöglichen. Dazu Röhrig: »Die Baumaßnahmen fallen in die Bestell- und Erntezeit. Mähdrescher über eine Einbahnstraße zu schicken, das wird der Sache nicht gerecht.«

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