Kreis Gießen

Sternschnuppe soll kommunal werden

Die bislang von einer Elterninitiative getragene Kinderbetreuung »Sternschnuppe« in Rodheim-Bieber wird zum Jahreswechsel in kommunale Trägerschaft übergehen. Der bisherige Trägerverein will dann als Förderverein weiterarbeiten. Dafür werden jetzt die Weichen gestellt. Beschlossen werden soll dies in der kommenden Woche in der Biebertaler Gemeindevertretung. Am Dienstag bereits hat der Haupt- und Finanzausschuss diesem Weg zugestimmt, gestern wurde das Thema nochmals im Sozialausschuss aufgerufen.
29. August 2019, 22:23 Uhr
Rüdiger Soßdorf

Die bislang von einer Elterninitiative getragene Kinderbetreuung »Sternschnuppe« in Rodheim-Bieber wird zum Jahreswechsel in kommunale Trägerschaft übergehen. Der bisherige Trägerverein will dann als Förderverein weiterarbeiten. Dafür werden jetzt die Weichen gestellt. Beschlossen werden soll dies in der kommenden Woche in der Biebertaler Gemeindevertretung. Am Dienstag bereits hat der Haupt- und Finanzausschuss diesem Weg zugestimmt, gestern wurde das Thema nochmals im Sozialausschuss aufgerufen.

Freie Wähler und CDZU wollten im Vorfeld der Übernahme in kommunale Regie geprüft sehen, ob sich nicht ein anderer Freier Träger findet, der einspringt. Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Inge Mohr, erhofft sich eine »Entlastung, wenn es ein anderer macht«.

Ihre im Finanzausschuss dargelegte Position: »Es ist nicht das Kerngeschäft einer Gemeinde, Kinderbetreuung zu organisieren«. Dies hat in Biebertal traditionell die Kirche besorgt; von Königsberg und ehedem Frankenbach einmal abgesehen.

Mittlerweile liegt ein Angebot eines anderen Trägers vor, doch in Konsequenz hält der Gemeindevorstand um Bürgermeisterin Patricia Ortmann seine Empfehlung aufrecht. Eine Übernahme durh die Gemeinde, so wie vom Vorstand des bisherigen Trägervereins gewünscht, ist laut Ortmann zu stemmen. Und zwar ohne zusätzlichen personellen Aufwand in der Verwaltung.

Das Risiko zudem: Findet man jetzt keine Lösung und der Elternverein löst sich wie angekündigt zum Jahresende auf, dann ist gleichwohl von der Gemeinde die Betreuungsfrage für die Kinder zu klären, denn sie ist in der Pflicht - und die Sternschnuppen-Struktur wäre weg. »Die Kinderbetreuung befindet sich bei uns in sehr guten Händen«, ist Siegfried Gröf (Grüne) zuversichtlich.. Eine Position, die auch die SPD teilt.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Sternschnuppe-soll-kommunal-werden;art457,622993

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