01. Oktober 2017, 20:08 Uhr

Starkes Bekenntnis zur Region

01. Oktober 2017, 20:08 Uhr
Blick in die neue Halle, in deren Errichtung das Unternehmen über 4 Millionen Euro investiert hat. Sie genügt den aktuell höchsten Effizienzhausstandards für Neubauten.

Sogar Ministerpräsident Volker Bouffier erwies der Rinn Beton- und Naturstein GmbH am Samstag anlässlich der Einweihung der neuen Halle 54 die Ehre seiner Anwesenheit. Zum hundertköpfigen Kreis der Eröffnungsgäste zählten zudem Regierungsvizepräsident Martin Rößler, Landrätin Anita Schneider und natürlich Bürgermeister Lars Burkhard Steinz. Der Ministerpräsident war voll des Lobes für ein »vorbildliches Unternehmen«, einen »Innovationstreiber«, einen »Trendsetter in Sachen Nachhaltigkeit«, ein »Musterbeispiel gelebter Verantwortung«, ein Unternehmen, das mit seinen »Ideen aus Stein« Erfolg in Deutschland und Europa habe.

Ehrenkachel des Landes überreicht

Grundlage dieses Erfolgs ist laut Bouffier die Bereitschaft, unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Ressourcenverantwortung in die Zukunft des Familienunternehmens zu investieren – und dabei durchaus nach gutem mittelständischen Brauch auch ins Risiko zu gehen. Der Konzept-Dreiklang »Innovation – Risikobereitschaft – Verantwortung« führe bei Rinn zum Erfolg, der für das gesamte Land vorbildlich sei. »Ökonomie und Ökologie sind kein Gegensatz, sondern bedingen einander – Rinn ist dafür beispielhaft.« Dass bei alledem die Mitarbeiterfluktuation bei dem heimischen Familienunternehmen, das aktuell mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt – davon 335 am Standort Heuchelheim, die anderen im benachbarten Steinbach sowie im thüringischen Stadtroda – bei unter einem Prozent liege, passe wunderbar zur Firmenphilosophie der Nachhaltigkeit. Und zu einem weiteren Dreiklang: Tradition – Innovation – Weltoffenheit.

Bouffier sieht in dem auch von Geschäftsführer Christian Rinn »gelebten« Credo des Familienunternehmens »Wir denken in Generationen, nicht in Quartalen« ein »starkes Bekenntnis zum Standort Hessen, zur Region Mittelhessen und zu den Menschen, die hier leben. Das verdient großen Respekt«. Im Blick über die aktuelle politische Situation in Deutschland hinaus ist für Bouffier aber völlig klar: »Wenn wir klug sind, werden wir eine Politik betreiben, die den Mittelstand fördert.« Anlässlich der Einweihung des neuen Fertigteil-Bearbeitungszentrums überreichte der Ministerpräsident die Ehrenkachel des Landes Hessen an Christian Rinn und damit zugleich an die gesamt Belegschaft des Traditionsunternehmens.

Nominiert für Nachhaltigkeitspreis

Insgesamt gut 4 Millionen Euro hat die Rinn Beton- und Naturstein GmbH in ein Gebäude mit 3300 Quadratmetern Grundfläche und einem Rauminhalt von 30 000 Kubikmetern investiert, das den Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 erreicht und insgesamt »bisher nicht gekannte Maßstäbe in Sachen neue Nachhaltigkeit« setzt. Das neue, vom Hüttenberger Planungsbüro Helmut Hundt und Carsten Swoboda projektierte Bearbeitungszentrum für Fertigteile bietet neben hochmodernem Equipment für Präzisionsarbeit beste Arbeitsplatzbedingungen für die knapp 30 in der Halle im »Pflichtbetrieb« beschäftigten Mitarbeiter, Gesundheitsschutz, höchste Energieeffizienz und innovative Ressourcenschonung. Betriebsleiter sind Thomas Mosch und Jürgen Müller.

Das Gebäude setzt Maßstäbe in Sachen »neue Nachhaltigkeit«, einem Aspekt, der bei der Rinn GmbH seit 2014 ganz besonders, bewusst und gezielt im Zentrum der Unternehmensausrichtung steht. Die Entwicklung hin zum nachhaltigen Bauen bei Wohn- und Bürogebäuden als neuem »baukulturellen Standard« wird bei Rinn praktiziert, mittlerweile in der Rolle eines bundesweit geachteten und ausgezeichneten Vorreiters auf diesem Feld. Nicht von ungefähr wurde Rinn schon zum zweiten Mal von der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter die Top 3 der nachhaltigsten mittelgroßen Unternehmen gewählt (die Bekanntgabe und Auszeichnung der Sieger steht am 8. Dezember 2017 im Rahmen des 10. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf an). Dabei stellt die Halleninbetriebnahme laut der Geschäftsführer Hartmut Schramm, Alfred Metz und Christian Rinn sowie des Rinn-Energiebeauftragten Johannes Schramm das »Highlight des Jahres« dar.

Die gesamte Heizung kommt ohne fossile Brennstoffe aus und wird komplett über Wärmerückgewinnung aus der im Betrieb eingesetzten Druckluftanlagen gespeist. Zudem kommen die Produktionsanlagen komplett ohne Verbrennungsmotoren aus. Das wegen der großen Dachflächen anfallende Regenwaser wird komplett im Betrieb verbraucht. Neben dem ausgeklügelten Heizungskonzepts und wärmedämmenden Bauelementen an Gebäudeaußenhaut und Dach, sind drei moderne Absaugfilteranlagen und ein besonderes Beleuchtungssystem zu erwähnen. Nach intensiven Planungen kam es am 29. November letzten Jahres zum Spatenstich »auf dem Acker«. Witterungsbeding begannen die eigentlichen Bauarbeiten erst im Februar 2917, der Aufbau der Stahlhalle nahm am 27. März seinen Anfang.

Projektleiter Schramm erläuterte gemeinsam mit Geschäftsführer Alfred Metz Konzeption, Werden und Wachsen und speziell das geschlossene Energiekonzept, das mit der Halle umgesetzt wurde.

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