30. Oktober 2018, 13:00 Uhr

Bürgermeisterwahl

Stark oder Kromm? Beide halten Sieg in Reiskirchen für möglich

Zwölf Tage haben Bürgermeister Dietmar Kromm und SPD-Frau Anja Stark Zeit, um in Reiskirchen für sich zu werben. Beide halten einen Sieg bei der Stichwahl für möglich.
30. Oktober 2018, 13:00 Uhr
Tonne leeren und loslegen. Ab 18 Uhr ist in den Wahllokalen, wie hier im Reiskirchener Bürgerhaus, auszählen angesagt. Doch das läuft nicht überall glatt. (Foto: us)

Ist die Zeit in Reiskirchen reif für eine Verwaltungschefin, oder wird die Mehrheit der Bürger dem Amtsinhaber für weitere sechs Jahre das Vertrauen aussprechen? Am 11. November fällt die Entscheidung.

Bürgermeister Dietmar Kromm schaffte es im ersten Wahlgang am Sonntag nicht, eine zweite Amtszeit klar zu machen, muss gegen SPD-Frau Anja Stark in die Stichwahl. Seinen Wahlkampf hatte der 54-Jährige lediglich mit ein paar Bürgermeister-Cafés, Plakaten und Broschüren bestritten. War das zu wenig?

Als Rathauschef habe man wenig Zeit, »da kann man nicht all zu viel davon investieren«, sagt Kromm. Ob er das in den nächsten Tagen ändern wird, um zusätzliche Wähler zu mobilisieren, ließ er gestern offen. Auch wenn es für ihn nicht ganz gereicht hatte, ist ein Sieg beim zweiten Anlauf aus seiner Sicht machbar. Kromm: »Es war ja nah dran.«  

 

Stark kämpferisch

Kämpferisch gibt sich auch Anja Stark: »Meiner Meinung nach ist noch alles offen.« Obwohl ein Durchmarsch für sie schöner gewesen wäre – unzufrieden ist die 41-Jährige mit dem Wahlergebnis nicht. »Da gibt es einige Dinge, die man nachjustieren kann«, findet sie.

Das muss sie auch, wenn sie in der verbleibenden Zeit jene überzeugen will, die am Sonntag bei André Schäfer ihr Kreuz gemacht und damit für einen Wechsel im Rathaus gestimmt haben.

Nur mit ihnen wird sie ihr Wunschergebnis von mehr als 50 Prozent vielleicht im zweiten Anlauf erreichen. 620 Stimmen trennten sie von Dietmar Kromm, 797 Stimmen fuhr André Schäfer ein. Und vermutlich wird es für Stark jetzt auch darum gehen, noch einige Nichtwähler für sich zu gewinnen.

Wie sie das anstellen will, dazu wollte sie gestern keine Auskunft geben, sondern das Ergebnis »erstmal sacken lassen«. Stark: »Ich werde mir heute Abend darüber Gedanken machen, wie der Wahlkampf weitergeht.«

 

Fehler im Walkampf? Nein!

Warum es für die Verwaltungsfachwirtin nicht auf Anhieb reichte, weiß sie nicht zu beantworten. Vielleicht war es die Anzahl der Bewerber – je mehr Kandidaten, desto weniger Stimmen entfallen auf den einzelnen –, vielleicht auch die Tatsache, dass sie als Einzige von einer Partei unterstützt wurde.

Stark: »Ich kann es nicht sagen.« Fehler im Wahlkampf jedenfalls sieht die Hattenröderin nicht. Rund 4500 Haushalte zählt die Gemeinde Reiskirchen. In jedem einzelnen ist sie persönlich vorstellig geworden.

Was die Stichwahl am 11. November angeht, bleibt zu hoffen, dass die Bürger nicht wieder so lange auf ein Ergebnis warten müssen. Am Sonntag hatte es im Wahlbezirk 19.531016.4, der Kita Anne Frank, Schwierigkeiten bei der Ergebnisermittlung gegeben, wie Wahlleiter Werner Speier auf GAZ-Anfrage sagt.

Gegen 22.30 Uhr trafen die dortigen Wahlhelfer als letzte im Rathaus ein. Dann wurde gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitern noch einmal gezählt. Speier: »Bevor wir ein falsches Ergebnis herausgeben, haben wir die Plausibilität gemacht.« Erst um 23.13 Uhr hatte das Endergebnis festgestanden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anne Frank
  • Bürgermeisterwahlen
  • Dietmar Kromm
  • Wahlkampf
  • Reiskirchen
  • Christina Jung
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos