30. Mai 2018, 14:50 Uhr

Kreis Gießen

So erwischte das Unwetter den Landkreis Gießen

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, überflutete Straßen: Teil heftig hat das Unwetter am Dienstag den westlichen Kreis Gießen getroffen. Eine Bilanz aus Wettenberg, Heuchelheim, Lollar, Biebertal.
30. Mai 2018, 14:50 Uhr
So sah es im Sonntag 2018 in Teilen Wißmars aus. (Foto: Cech)

Nachdem das Unwetter Sonntagnacht vor allem die Orte im östlichen Landkreis in Mitleidenschaft zog, traf es am Dienstag vor allem den westlichen Landkreis. Hunderte Einsatzkräfte waren über Stunden hinweg im Dauereinsatz um ihren Mitbürgern beizustehen.

In Wettenberg hatte das Unwetter die heftigsten Auswirkungen im Landkreis: Rund 130 Keller liefen voll, die Regenmassen führten zudem zu mehreren kleinen Erdrutschen in deren Folge Straßen gesperrt werden mussten. Die Landestraße 3093 zwischen Krofdorf-Gleiberg und Launsbach musste wegen Hochwasser voll gesperrt werden. 134 Kräfte von Feuerwehr und THW waren zeitgleich an mehreren Einsatzstellen im Dauereinsatz – Unterstützung kam auch von den Feuerwehren Hungen, Heuchelheim, Großen-Linden, Staufenberg und Lollar. »Wir hatten einige Einsatzstellen in Krofdorf-Gleiberg und Launsbach«, erklärte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Andreas Buhl am Mittwochmittag. »Aber am schlimmsten hat es dieses Mal Wißmar getroffen«. In Wißmar herrschte Land unter und die Wassermassen drangen in zahlreiche Gebäude ein. Insgesamt waren die Einsatzkräfte in Wettenberg von Dienstagabend um 18:25 Uhr bis Mittwochmorgen um 5 Uhr im Dauereinsatz. Der Dank der Feuerwehr geht an alle Einsatzkräfte die hier überörtliche Hilfe leisteten: THW, Rotes Kreuz, ASB Rettungshundestaffel und Feuerwehr. Aber auch an die Bürger und den Edeka-Markt in Wißmar, die halfen die EiLonsatzkräfte zu versorgen.

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Auch in Heuchelheim liefen zahlreiche Keller voll. Hier hatte sich bis zum späten Abend die Situation aber wieder weitestgehend beruhigt: Einzig in der Bachstraße trat die Bieber über ihre Ufer und überschwemmte die Straße. Auch hier musste eine Vollsperrung eingerichtet werden, bis sich der Wasserspiegel wieder senkt. Insgesamt waren 27 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim im Einsatz um die 21 vollgelaufenen Keller von den Wassermassen zu befreien. »Wir haben hier noch einmal Glück gehabt«, sagt Gemeindebrandinspektor Roland Kraus. Neben den Einsätzen in der eigenen Gemeinde halfen die Heuchelheimer Floriansjünger auch in Gießen und Wettenberg aus.

 
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In Lollar blockierte ein durch das Unwetter umgestürzter Baum die L3475 in der Nähe des Kreisverkehrs in Richtung Gießen: Die Feuerwehr beseitigte den Baum, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte. Daneben zählte man hier insgesamt zwölf weitere Einsatzstellen – auch hier machten vollgelaufene Keller den Großteil aus.

In Biebertal zählte Gemeindebrandinspektor Christopher Jungfer rund 25 Einsätze, darunter vor allem vollgelaufene Keller und einige Einsätze durch Blitzeinschläge. In Rodheim lief der Rewe-Markt mit Wasser voll. Rund 80 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren hier bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

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