13. November 2017, 20:41 Uhr

Slogan für Toleranz

13. November 2017, 20:41 Uhr

Die Gemeinden des Lumdatals haben das Projekt »Partnerschaft für Demokratie« ins Leben gerufen. Verschiedene Aktionen in den Ortschaften bringen das Projekt in die Schlagzeilen der Tageszeitungen. Verkehrsteilnehmer sollen künftig den Sinn und Zweck des Bestrebens dauerhaft vor Augen haben: Die Grünen im Stadtparlament haben angeregt, an den Ortseingängen von Lollar Schilder aufzustellen mit der Aufschrift: »Lollar. Ort der Vielfalt. Wir engagieren uns für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«.

Der Antragstext begründet das Aufstellen solcher Schilder mit der Zunahme von fremdenfeindlichen und rechten Bestrebungen in der Gesellschaft. Populisten jeder Couleur versuchten, diese Ansichten hoffähig zu machen. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund hätten zunehmend Identifikationsprobleme.

Diesen Tendenzen gelte es entgegen zu wirken, so der Antrag weiter. Die Fraktion der Grünen hatte die Idee zum Aufstellen von Schildern in Bad Wildungen aufgegriffen. Fünf Schilder würden 1200 Euro kosten. Norman Speier (SPD) fand den Vorschlag begrüßenswert, mochte aber den Text nicht übernehmen und wünschte sich einen gemeinsamen Slogan auf dem Schild für das ganze Lumdatal. Die Beratung solle im Sozialausschuss weitergeführt werden. Dr. Jens-Christian Kraft (CDU) zweifelte wohl an der Wirksamkeit eines solchen Hinweisschildes, stimmte aber zu, im Sozialausschuss darüber zu diskutieren. Cornelia Maykemper (FDP) meinte, »ein Schild hält Intoleranz nicht auf«.

Sie vertrat die Meinung, man solle den Text nicht abkupfern, vielmehr etwas eigenes finden und vielleicht sogar Schüler mit einbeziehen.

Wolfgang Haußmann (Grüne) sagte abschließend, ihm gehe es um die dauerhafte Wirkung eines Schildes. Aktionen kämen und gingen. Er sei aber offen für einen gemeinsamen Slogan und für weitere Diskussionen. Einstimmig verwies das Stadtparlament den Antrag zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss.



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