22. Januar 2018, 20:32 Uhr

Sicherheit durch Training

22. Januar 2018, 20:32 Uhr
Die Höhenrettung gehört zu den praxisorientierten Angeboten beim Symposium. (Foto: pm)

Praxisnah befassten sich rund 500 Mitarbeiter im Rettungsdienst mit aktuellen Entwicklungen der Notfallmedizin. Ob Höhenrettung, Brandbekämpfung oder Telefonreanimation, die Themen der zweitägigen Fortbildung waren vielfältig. Das Mittelhessische Rettungsdienstsymposium der Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf fand bereits zum 17. Mal statt, diesmal im Auditorium der Universitätsklinik Marburg. Die Weiterbildungsveranstaltung richtet sich an Mitarbeiter im Rettungsdienst und greift internationale, nationale und regionale Entwicklungen in der Notfallmedizin auf.

In sechs praxisorientierten Workshops ging es um Themen wie Rettung aus Höhen und Tiefen, Brandbekämpfung durch zuerst eintreffende Rettungskräfte oder Airwaymanagement (Atemwegssicherung). Dahinter verbergen sich Maßnahmen, die dafür sorgen, dass genügend Sauerstoff die Lunge erreicht, wenn die Atemfunktion durch Unfall oder Krankheit gestört ist. Das Atemwegsmanagement ist Teil der Notfallmedizin.

Zentrale Schnittstelle

Bei den theoretischen Vorträgen wurden unter anderem neue Entwicklungen wie die Telemedizin oder das Point-of-Care-Labor präsentiert, dahinter verbergen sich Schnelltests, die in Notfällen zum Beispiel in der Wohnung eines Patienten durchgeführt werden. Das relativ neue Thema der Thromektomie – die mechanische Entfernung von Blutgerinnseln – wurde ebenso thematisiert wie die Telefonreanimation. Sie kommt in der Leitstelle zum Einsatz.

Eingebettet in das Rettungsdienst-Symposium fand das Mittelhessische Leitstellen-Symposium statt. Damit rückten die Verantwortlichen dieses Themenfeld der Notfallversorgung in den Fokus. »Die Rettungsleitstellen bilden eine zentrale Schnittstelle im System der rettungsdienstlichen und notärztlichen Versorgung«, erklärte Landrätin Kirsten Fründt (Marburg-Biedenkopf). Leitstellen seien der erste Kontakt der Menschen, die bei einem Notfall Hilfe suchen. Daher seien neben einer fundierten Ausbildung ständige Weiterbildung und regelmäßiges Training notwendig – etwa bei der systematischen Notrufabfrage oder bei der telefonischen Anleitung zur Wiederbelebung –, um ein Höchstmaß an Sicherheit und Professionalität zu erzielen.

Gezielter Einsatz

Der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen und die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Mittelhessen, stellten neue Notfallkrankenwagen vor, die vorrangig für qualifizierte Krankentransporte eingesetzt werden. Dadurch können Rettungsfachkräfte gezielt entsprechend ihrer Qualifikation eingesetzt werden, denn Rettungssanitäter mit viermonatiger Qualifizierung übernehmen die Verantwortung für Patienten im Krankentransport, während in der Notfallrettung Notfallsanitäter mit dreijähriger Ausbildung verantwortlich sind.

Veranstalter der beiden Fortbildungstage ist der Qualitätszirkel Notfallmedizin der Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf. Im Rahmen des Symposiums findet regelmäßig die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft in Hessen tätiger Notärzte (AGHN) statt.

»Unser Rettungsdienst-Symposium hat sich zu einer festen Größe im Aus- und Weiterbildungskanon der Rettungsdienste in Mittelhessen entwickelt. Die ausgewogene Mischung aus Fachvorträgen und Workshops mit praktischen Ausbildungsinhalten macht es so attraktiv«, sagte Landrätin Fründt.

Sie dankte, auch im Namen ihrer Gießener Amtskollegin Anita Schneider, den Organisatoren der Veranstaltung, die mit großem Engagement und umfassendem Sachverstand immer wieder aufs Neue spannende, relevante und interessante Themen fänden. Das Symposium sei ein sichtbares Zeichen der gelebten Zusammenarbeit der Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen.

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