06. Mai 2019, 15:12 Uhr

Seit 1. Mai: Hausverbot für Hund & Co.

06. Mai 2019, 15:12 Uhr

Seit 1. Mai greift das Verbot von Hunden in kreiseigenen Liegenschaften respektive Büros – und zwar gleichermaßen für Tiere von Mitarbeitern wie für Kunden. Nach dem großen Aufreger anlässlich des entsprechenden Erlasses im Februar ist es jetzt erstaunlich ruhig. Weder haben Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten reduziert noch ist es zu Kündigungen gekommen, weil Bello und Wuff unterm Schreibtisch nicht mehr geduldet werden und sich deshalb für Herrchen und Frauchen die Betreuungsfrage stellt. Das jedenfalls teilt die Pressestelle des Kreises auf Anfrage mit.

Also alles halb so wild? Anderes ist jedenfalls nicht bekannt, nachdem im zurückliegenden Winter die Wellen hochschlugen. Was war geschehen? Immer mehr Hunde wurden von Mitarbeitern mit an den Arbeitsplatz gebracht. In manchem Flur seien zehn Hunde unterwegs gewesen, beklagte Landrätin Anita Schneider lautstark im Februar. Zu viel. Deshalb habe man gehandelt.

Schließlich galt das Verbot von Haustieren (also nicht nur von Hunden) in den Amtsstuben schon zuvor. Ausgenommen waren Assistenztiere wie beispielsweise Blindenhunde. Doch es gab eine Ausnahmeregelung, die es Angestellten ermöglichte, »im Einzelfall und für eine zeitlich begrenzte Dauer einen privaten Hund mit an den Arbeitsplatz zu bringen – beispielsweise, bis anderweitig eine Betreuung organisiert werden konnte«, erläutert die Pressestelle des Kreises auf Anfrage. Doch das hatte sich irgendwie verselbständigt. »Die praktische Umsetzung dieser Ausnahmeregelung hat sich allerdings als problematisch erwiesen«, formuliert es Kreis-Sprecher Dirk Wingender. .Ergo entschied man sich bei der Behördenleitung für ein engagiertes Durchgreifen und die Rückkehr zu alten Prinzipien.

Ab 1. Mai ist die Verwaltung wieder hundefrei – so wie beispielsweise auch andere öffentliche Verwaltungen, etwa der Stadt Gießen oder das Kreishaus von Marburg-Biedenkopf.

Und der Kreissprecher versichert: »Bis heute gab es beim Landkreis Gießen weder Kündigungen noch Arbeitszeitveränderungen, die mit dem Thema zusammenhängen«.

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