Arbeiten im und mit dem »Sehnsuchtsort Wald«: Vor 20 Jahren nahm in Laubach ein Projekt Gestalt an, dass sich bis heute zu einem wahren Erfolgskonzept entwickelt hat - die Stadtwaldstiftung. Diese Institution feierte am Samstag das 20-jährige Bestehen - mit einem Waldtag.

Der Wald ist schon seit Urzeiten ein ganz besonderer Ort für alle Lebewesen: Versteck, Nahrung, Sauerstoff, Baumaterial und noch vieles mehr. Deshalb gilt für die Menschen, hier auf ganz besondere Art zu arbeiten und das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. »Der heutige Tag soll auch zeigen, dass kein Raubbau in unseren Wäldern betrieben wird«, unterstrich Bürgermeister Peter Klug zur Eröffnung des Waldtages am Samstagvormittag. Auf dem bzw. rund um den Waldsportplatz wurden den Besuchern viele Informationsmöglichkeiten und Unterhaltung rund um das Thema Wald geboten: So konnten vor allem die jungen Besucher am Stand der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald viel um die tierischen Bewohner der heimischen Wälder lernen. Wie ein gesunder Wald aussieht und was darin lebt, gab es bei den Führungen des Naturschutzbundes zu erleben: Was die Gesundheit eines Waldes angeht, gibt es eine einfache Formel - Vielfalt ist gut.

Feuerwehr und THW im Wettstreit

Mischbestände sind deutlich weniger anfällig für äußere Einflüsse und können sich so schneller von schlechten Jahren erholen, gerade in Zeiten des Klimawandels ein sehr wichtiger Aspekt. Vor allem dazu gab es aber auch eine kleine Kritik an der Pflanzung eines Jubiläumswäldchens zum Waldtag: Anstelle einer eher im alpinen Raum angesiedelten Weißtanne hätte man auch ebenso gut einen heimischen Baum pflanzen können. Daneben präsentierten auch die Axtwerfer der »Asgard Throwers« die seit einigen Jahren ihre Vereinsgelände in Münster haben, ihren Sport. Auch wenn Namen und Auftreten erst einmal martialisch erscheinen, so hat dieser Sport viel mit dem Wald zu tun: Das Axtwerfen ist als Freizeitbeschäftigung schwedischer und kanadischer Holzfäller entstanden; deshalb wird hier auch mit Holzfälleräxten geworfen.

Fans von High-Tech kamen ebenfalls auf ihre Kosten: Es gab Demonstrationen, wie der Einsatz von Drohnen die Arbeit im Wald erleichtern kann. Wildzählungen, Baumartenbestimmung und Waldbrandmonitoring sind nur einige der Einsatzmöglichkeiten. Ferner gab es auch Führungen durch den Ruheforst sowie zu Flora und Fauna des Stadtwaldes. Technikbegeisterte kamen bei der Vorführung eines Harvesters und bei einer Maschinenschau auf ihre Kosten.

Den Umgang mit Kettensägen präsentierten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Rödgen, Wieseck, Ober-Ohmen, Wohnfeld und Gonterskirchen sowie des THW Grünberg: Seit über zehn Jahre treffen sich Teams der Feuerwehren und des THW einmal jährlich, um sich gemeinsam in einer Motorsägenleistungsübung zu messen. Dafür bot der Waldtag der ausrichtenden Feuerwehr aus Gonterskirchen die ideale Gelegenheit. Dabei kommt es auf den sicheren und geschickten Umgang mit den Sägen an: Ein Kombinationsschnitt an einem schrägen Baumstamm, bei dem beide Abschnitte möglichst identisch groß sein müssen, ein Präzisionsschnitt an einem am Boden liegenden Stamm sowie das Schneiden einer Fallkerbe mussten ebenso bewältigt werden wie das Wechseln einer Schneidkette auf Zeit und eine Reihe von theoretischen Fragen.

Wer es beim Waldtag etwas gemütlicher haben wollte, kam beim musikalischen Frühschoppen mit dem Musikverein Laubach auf seine Kosten.

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