16. Juli 2018, 21:56 Uhr

»Seele des Handwerks bleibt erhalten«

16. Juli 2018, 21:56 Uhr

Die digitale Transformation rollt vielen Handwerksbetrieben wie eine Walze entgegen. Quasi an jeder Ecke ist der digitale Wandel spürbar. Oftmals getrieben von der Angst, den Anschluss zu verpassen, resigniert der eine oder andere Betriebsinhaber. Doch nun hat der Kammerbezirk Wiesbaden, der auch für die Belange der Betriebe im Kreis Gießen zuständig ist, Abhilfe geschaffen. Roman Freund steht nun allen Betriebsinhabern als Digitalisierungsberater kostenfrei zur Seite.

»Ich möchte motivieren, den Digitalwandel als Chance zu begreifen und zu nutzen, dabei junge Leute im Betrieb von Anfang an einzubinden«, sagt der 32-Jährige. Es gehe keinesfalls darum, »dem Handwerk die Seele zu nehmen«, oftmals werde im Blick auf die Digitalisierung viel zu komplex gedacht – und dabei der Mensch, der aber auch bei der Digitalisierung im Vordergrund stehen sollte, beim Gedanken an den Wandel in den Hintergrund gerückt.

Für seine neue Aufgabe schöpft Freund aus einem breiten Spektrum an Erfahrungen, sowohl als Meister des Kraftfahrzeug-Handwerks in einem kleinen Kfz-Betrieb als auch in der Entwicklung von Motorsteuerungen bei einem Automobilhersteller.

Dass die Digitalisierung auch weiter unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert, dafür müsse man kein großer Prophet sein, sagt Freund. Gerade das Handwerk müsse jedoch davor keine Angst haben. Dieser Berufsstand sei seit Jahrhunderten durch Dinge geprägt, die sich schlicht und einfach nicht digitalisieren ließen und dem Handwerk deshalb »die Seele« geben. »Das ist gut so und soll auch so bleiben«, sagt Freund deutlich.

Digitalisierung könne aber die begleitenden und nicht selten als lästig empfundenen Prozesse optimieren und dadurch helfen, die Zukunft eines Unternehmens zu sichern. Und an dieser Stelle hakt die Digitalisierungsberatung ein und prüft, ob und wenn ja, welche Maßnahmen im Einzelfall Sinn ergeben.

Meistens, so Freund, könne man schon mit kleinen Veränderungen wieder mehr Zeit für die Kernaufgaben, neue Ideen und auch für die Familie generieren. Eben für das, was so vielen heute oftmals fehle. Wenn diese »Hausaufgaben« erledigt sind, entsteht der nötige Freiraum, um in einem zweiten Schritt Werkzeuge und Maschinen zu vernetzen oder die Dienstleistungen des Betriebes mit neuen Möglichkeiten der Digitalisierung zu optimieren.

Digitalisierungsberater Freund ist erreichbar unter Tel.: 0611/136-187 oder E-Mail: roman.freund@hwk-wiesbaden.de.

Hilfe für alle Handwerker: Digitalisierungsberater Roman Freund (M.) mit Handwerkskammerpräsident Klaus Repp (r.) und Hauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. (Foto: sel)

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