03. April 2018, 23:12 Uhr

Schwungvoll und romantisch

03. April 2018, 23:12 Uhr
Iryna und Robert Varady sorgen im Arnsburger Mönchsaal für einen gelungenen Auftakt.

Eine neue Benefiz-Veranstaltungsreihe zur Pflege der Klosteranlage feierte jetzt Premiere. Der Anfang des Jahres gegründete Verein »Kunst- und Kulturforum Kloster Arnsburg« präsentierte im historischen Mönchsaal sein erstes Konzert. Das »Duo Bravo« mit Robert Varady (Geige) und Iryna Varady (Klavier) aus Lich fand beim Publikum größte Sympathie.

Franz Ries’ »Capricciosa« sorgte für einen vorbildlichen Start. Robert Varady agierte tänzerisch leicht, schwungvoll, realisierte mühelose Rhythmuswechsel und musizierte mit lieblichem Charakter. Die Pianistin musizierte energiereich und mit perfekter Geschlossenheit; ein Merkmal des Duos.

In der Folge hörte man eine Reihe von Liedern, die ein zart romantisches Flair schufen. Das erste Glanzlicht war »Hejre kati« des Ungarn Jeno Hubay. John Elgars »Liebesgruß« erklang mit sanftem Schwung, schlicht und schön. Der erste Überraschungsgast war Tochter Angelina, die am Klavier drei zeitgenössische Titel altersgerecht rund musizierte. Später spielte sie auf der Geige den ersten Satz von Franz Küchlers »Konzertino«, ebenfalls tadellos; ganz wie ein ungarisches Volkslied, »Budapest Csárdás«. Das Duo präsentierte »Schindlers Liste« von John Williams. Die insgesamt verhaltene Atmosphäre war angemessen und routiniert erzählerisch umgesetzt. Dann Vittorio Montis »Csárdás« mit schön retardierendem Intro von einer federleichten Violine, die Varady gekonnt bis in die höchsten Vogelstimmen zwitschern ließ – fabelhafte Stimmung, kräftiger Applaus.

Später wurde die heiter bunte Eigenart des Abends noch etwas spürbarer. Varady musizierte zwei ansprechende Eigenkompositionen und glänzte mit Errol Garners »Misty«, die Klavier und seine Gitarre wieder zu einem exzellenten Hörerlebnis zusammenbrachten.

Zwei Lieder von Alexandra

Voller Gefühl und mitreißend dann »Anatevka« mit attraktivem Pizzicato-Solo, sehr abwechslungsreich, mit perfekten Variationen. Das Publikum klatschte begeistert mit. Iryna Varady sang zwei Titel der Schlagersängerin Alexandra (»Zigeunerjunge«, »Ungarisches Blut«) – versiert, lebendig und verbindlich. Einen expressiven Höhepunkt gab es in den »Wellen des Balaton« mit geschlossener Klavierbegleitung und sehr gutem Ausdruck. Die Zugabe bestand zum einen aus dem »Ungarischen Pfeifer«, danach folgte Schuberts »Ave Maria«. Letzteres kam adäquat getragen und atmosphärisch stark daher. Insgesamt ein äußerst ansprechender Auftakt der Reihe. (Foto: kdw)

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