04. November 2018, 19:36 Uhr

Schwierige Übung im Ortskern

04. November 2018, 19:36 Uhr
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Von Constantin Hoppe
Die Feuerwehrleute finden einen Verletzten in der Scheune. (Foto: con)

Eine alte Scheune brennt mitten im Ortskern. Eine schwierige Aufgabe für die Einsatzkräfte der Feuerwehr, drohen die Flammen doch auch auf andere Gebäude überzugreifen. Deshalb muss es schnell gehen, vor allem wenn auch noch Menschen in dem brennenden Gebäude vermutet werden. So lauteten die Herausforderungen, den sich 25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Inheiden, Rodheim und Steinheim bei ihrer gemeinsamen Jahresabschlussübung gegenübersahen.

Geübt wurde an einer alten Fachwerkscheune in der Katharinenstraße in Steinheim. Zwei Personen mussten im Inneren des Gebäudes gefunden werden. Schon beim Aufbau für den Löschangriff wurde ein Problem deutlich: Der nächste Hydrant war defekt – Löschleitungen mussten daher über größere Entfernung verlegt werden. Von zwei Seiten näherten sich die Feuerwehren mit Löschtrupps dem Brandherd.

Übungsrauch war schon weg

Unterdessen machten sich die Atemschutzgeräteträger auf, das Gebäudeinnere nach den vermeintlichen Verletzten zu durchsuchen. Hier gab es dann das nächste Problem, wenn in diesem Fall auch für die Übungsleitung: Aus dem alten Bauwerk war der Übungsnebel komplett herausgezogen. Um die Nullsicht im verrauchten Gebäude zu simulieren, durften die Atemschutzgeräteträger nur mit verklebten Visier in die Scheune. Dort war dann krabbeln und tasten angesagt. Ohne Sicht wurden die Verletzten trotzdem zügig gefunden, sodass nach rund einer halben Stunde der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Die Übung erdacht haben sich der Steinheimer Wehrführer Rafael Kraft und sein Stellvertreter André Repp. Im Anschluss kam dann noch die unvermeidliche Nachbesprechung auf die Einsatzkräfte zu: Zwar war die Übung alles in allem sehr glatt verlaufen, aber Fehler wurden trotzdem gemacht. »Genau die will man ja über solche Übungen herausfinden«, erklärte Repp. »Aber die Ziele wurden alle zur vollsten Zufriedenheit erfüllt«. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzabteilungen verlief während der Übung sehr gut.



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