Die Schülerzahlen steigen fast überall im Landkreis an, in Kommunen im Süden sogar noch stärker als andernorts. Der Kreis kann da, wo nötig, Schulraum neu schaffen - und da, wo Schulraum vorhanden ist, denselben optimal nutzen. Das heißt: Auch das Instrument der Schülerlenkung soll greifen. Das macht Schuldezernentin Christiane Schmahl (Grüne) in der politischen Debatte um den Schulentwicklungsplan und im Besonderen um die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich deutlich. Denn diese Schule ist für viele Familien attraktiv. Zu viele, wie es aussieht. Denn der Schulleiter fragt nach mehr Klassenraum, schlägt vor, dafür sogar den geplanten Neubau einer Mensa nach hinten zu verschieben. Der Kreis als Schulträger hat derweil im Schulentwicklungsplan für die DBS eine Fünfzügigkeit festgeschrieben. Wenn es bei fünf Eingangsklassen in der Jahrgangsstufe fünf in den kommenden Jahren bleibt, dann reicht auch der Raum erst einmal aus, sagt Schmahl.

Zur Erinnerung: Die DBS hatte auch Zeiten mit nur knapp 400 Schülern, jetzt sind es wieder rund 800. Eben auch, weil in den vergangenen Jahren Schülerlenkung betrieben wurde: So wurde ein Schulbus eingerichtet, der von Holzheim über Dorf-Güll, Garbenteich und Steinbach nach Lich rollt.

Fast 200 Kinder auf der DBS sind aus Pohlheim, sagt Schmahl. Doch an der DBS wird angesichts der wachsenden Stadt Lich perspektivisch mehr Platz für junge Licher gebraucht. Zielvorgabe ist, dass möglichst viele Kinder wohnortnah beschult werden können und vor allem nach Elternwunsch. Daran hatte sich ein Streit in den vergangenen Tagen entzündet. Damit die in drei Einzelfällen entstandenen - und bereinigten - Irritationen nicht noch einmal auftreten, soll die Vergabe im kommenden Jahr besser organisiert werden.

Ergo wurde im vergangenen Jahr schon mal entschieden, dass die Kinder aus der Wetterau nicht mehr angenommen werden. Und künftig soll die Lindener Anne-Frank-Schule für Pohlheimer Kinder attraktiver werden: Denn dort, an der rundum erneuerten Schule, gibt es räumliche Kapazitäten. Von Sommer an wird ein Schüler-Shuttle von Polhheim nach Linden rollen. Dieses Angebot soll Jahr um Jahr ausgebaut werden, um in Lich den Druck rauszunehmen. »Es gibt keinen Grund, an der DBS neu zu bauen, solange Platz an der AFS ist und in Lich noch Pohlheimer Kinder aufgenommen werden«, sagt Schmahl.

Die Schülerlenkung ist im übrigen Aufgabe des Staatlichen Schulamtes, geregelt wird dies praktisch im Dialog mit dem Kreis als Schulträger..

Schmahl erinnert im Übrigen an die Investitionen des Kreises in die DBS in den vergangenen Jahren, unter anderem in acht Klassenräume. Sie sagt: »Falls sich die Übergangszahlen so entwickeln, dass wirklich die Aufnahme Licher Kinder aus Platzgründen gefährdet ist, wird der Kreis handeln und Raumkapazitäten schaffen. Dazu stehe ich nach wie vor«.

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