27. August 2019, 22:32 Uhr

Schreckensszenario im Seniorenzentrum

27. August 2019, 22:32 Uhr
Zur Verstärkung der Fernwalder Einsatzkräfte werden die Freiwilligen Feuerwehren aus Rödgen und Wieseck alarmiert. Auch die Drehleiter aus Buseck ist in Annerod vor Ort.

Zu einer Großübung im Seniorenzentrum in Annerod rückte die Freiwillige Feuerwehr Fernwald am Samstagnachmittag aus. Um 14.19 Uhr waren die Feuerwehrleute aus Annerod und Steinbach zu einer ausgelösten Brandmeldeanlange alarmiert. Vor Ort in Annerod stellte sich heraus, dass es sich um einen Zimmerbrand im dritten Obergeschoss handelte, zu diesem Zeitpunkt hielten sich noch neun Personen in dem Bereich auf.

Vier Personen im Gefahrenbereich

Von den betroffenen Bewohnern konnten fünf umgehend vom Pflegepersonal in Sicherheit gebracht werden. Somit mussten noch vier Personen von der Feuerwehr gesucht und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden; die Brandbekämpfung erfolgte parallel. Ein großes Problem stellten die langen Wege und die vielen Treppen in dem Seniorenzentrum dar, diese forderten den Einsatzkräften im Innenangriff einiges ab. Um zu verhindern, dass sich der Brand weiter ausbreiten konnte und zur Unterstützung bei der Menschenrettung wurden zur Verstärkung der Einsatzkräfte aus Steinbach und Annerod noch die Freiwilligen Feuerwehren aus den Gießener Stadtteilen Rödgen und Wieseck sowie die Drehleiter aus Buseck nachalarmiert. Zur Versorgung der neun Verletzten wurden nach dem Stichwort »MANV 10« (Massenanfall von zehn Verletzen) noch vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und die technische Einsatzleitung des Rettungsdienstes zur Einsatzstelle gerufen. Der Rettungsdienst konnte bei dieser Schadenslage ihr Konzept zur Sichtung und Versorgung der vielen Verletzten bestens trainieren und überprüfen. Zur optimalen Unterstützung der Feuerwehr-Einsatzleitung kam nach Angaben von Max Mattauch (stellvertretender Gemeindebrandinspektor) auch der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Gießen nach Annerod. Die Übung wurde von der Brandschutzaufsicht des Landkreises abgenommen. Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr, davon 16 unter schwerem Atemschutz, und 18 Kräfte des Rettungsdienstes an der Übung beteiligt. (Foto: pm)

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