28. Mai 2019, 22:18 Uhr

»Schon längst überfällig«

28. Mai 2019, 22:18 Uhr
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Von Constantin Hoppe
Eine Sanierung des Tannenwegs ist lange überfällig. (Foto: con)

Tiefe Risse, Schlaglöcher, rumpelnde Autos. Die Anwohner im Tannenweg zwischen der Gießener Straße und dem Kuhn-Center in Mühlberg mussten die letzten Jahre einiges ertragen: Straßenschäden sorgen für Lärm und auch die Autofahrer sind alles andere als glücklich mit den Verhältnissen. Doch das könnte sich mit etwas Glück noch in diesem Jahr ändern.

Am Montag fand ein Ortstermin mit Bürgermeister Jörg König direkt an dem betroffenen Straßenabschnitt im Tannenweg statt. Und dass das Thema die Anwohner umtreibt, konnte man an den vielen Teilnehmern der Ortsbegehung sehen. »Die Sanierung der Straße ist schon längst überfällig«, erklärte der Bürgermeister vor Ort. Der Grund für die Verzögerung war die Sanierung des Bahnviadukts zwischen Großen-Linden und Mühlberg: Erst nach dem Ende der dortigen Arbeiten konnte man die Sanierung des Tannenwegs angehen.

Jetzt steht dem Vorhaben jedoch fast nichts mehr im Weg: Es müssen noch zwei Proben entnommen werden und in drei bis vier Wochen sollen die Planungen vorliegen, dann können die politischen Gremien über die Sanierung befinden und im Anschluss könnte die Ausschreibung stattfinden. Dann muss nur noch auf den Eingang eines Fördermittelbescheids gewartet werden. »Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr einen Bagger hier stehen haben und loslegen können«, sagt König. Wie lange die Bauarbeiten dann andauern werden und in wie weit eine Sperrung des Tannenwegs in dieser Zeit erfolgen wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Allerdings hofft man, dass zumindest eine einseitige Nutzung für die Dauer der Arbeiten möglich sein wird.

Neben den reinen Sanierungsarbeiten muss noch eine Wasserleitung umgelegt werden: Die befindet sich heute auf Privatgrund und muss deshalb verlegt werden. Dieser Missstand fiel im Zuge der Planungen auf. Daneben äußern die Anwohner einige Wünsche, die nach Möglichkeit im Zuge der Sanierung verwirklicht werden könnten: So soll geprüft werden, ob eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde für den Tannenweg möglich ist.

Zwar gibt es bereits jetzt eine Begrenzung auf Tempo 30 im Tannenweg, diese beginnt jedoch erst hinter dem Kuhn-Center. Die Anwohner würden sich eine Ausweitung bis zur Gießener Straße hin wünschen. Auch soll geprüft werden, ob man einen Zebrastreifen anlegen kann, um so einen gefahrlosen Wechsel der Straßenseite zu ermöglichen.

Ein weiterer Punkt wird nach König noch stark diskutiert werden müssen: Sollen im Tannenweg beide Straßenseiten mit Gehwegen ausgestattet werden? Bislang existiert nur ein einseitiger Gehweg - hier wünschen sich die Anwohner eine Erweiterung, die aber einen Wegfall von Parkplätzen bedeuten würde.

Allerdings gibt es auch Wünsche der Anwohner, die sich nicht verwirklichen lassen werden: Wie sieht es beispielsweise mit einem Kreisverkehr am Ortseingang von Mühlberg aus Richtung Gießen aus? »Nach Auskunft der Polizei ist das Verkehrsaufkommen nicht hoch genug und es gibt nicht genug Problemfälle an der Stelle, die die Einrichtung eines Kreisverkehrs nötig machen würden«, erklärt König.



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