17. Januar 2018, 12:29 Uhr

Schneeglätte

Schneeglätte: Schulbus verunglückt bei Laubach - Sechs Kinder verletzt

Winterliches Wetter hat am Mittwoch den Verkehr in Mittelhessen behindert. Zum schwersten Unfall in unserer Region kam es bei Laubach.
17. Januar 2018, 12:29 Uhr
25 Schüler und die Busfahrerin waren im Fahrzeug, als es in einer Linkskurve von der glatten Fahrbahn abkam. (Foto: sha)

Schnee- und Eisglätte haben am Mittwochmorgen für etliche Verkehrsbehinderungen und rund 20 Unfälle im Landkreis Gießen gesorgt. Es blieb jedoch meist bei Blechschäden. Besonders heftig traf es den östlichen Teil der Region. Zwischen Lauter und Laubach rutschte ein Schulbus in den Graben.

Allerdings hatten die 45-jährige Busfahrerin und die 24 Grundschüler an Bord noch Glück im Unglück, wie ein Polizeibeamter mitteilte: Die Fahrerin und sechs Kinder erlitten nur leichte Verletzungen. Der Rest kam mit dem Schrecken davon. Alle Insassen konnten den Bus selbstständig verlassen.

Neun Schüler und die Busfahrerin wurden leicht verletzt. (Foto: sha)

In einem Waldstück kam der Omnibus, der von einer 45-Jährigen gesteuert wurde, auf winterglatter Fahrbahn nach rechts von der Straße ab. Das Fahrzeug kam an einer Böschung zum Stehen. Sechs leicht verletzte Kinder mussten nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Busfahrerin wurde in ein Krankenhaus gebracht. In dem Bus befanden sich insgesamt 24 Grundschüler. Alle Schüler sowie die Busfahrerin konnten selbstständig den Schulbus verlassen. Der Schaden liegt bei mehreren Tausend Euro.

17 Feuerwehrleute aus Laubach, Lauter, Röthges, Ruppertsburg und Grünberg brachten die Kinder zum Feuerwehrgerätehaus nach Laubach. Dort wurden die Schüler von einem Notarzt untersucht. Die sechs Leichtverletzten wurden vor Ort behandelt, die Busfahrerin sicherheitshalber ins Krankenhaus nach Lich gebracht.
    
Viele fahren trotz Glätte zu schnell
    
Sie hatte den Bus laut Polizei mit angemessener, langsamer Geschwindigkeit gefahren. Trotzdem war der tonnenschwere Koloss in einer scharfen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht. Da der Bus aufgeweichtes Erdreich vor sich herschob, wurde er etwas stabilisiert und kippte glücklicherweise nicht um, erklärte ein Polizist.

Jörg Reinemer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen, zog eine gemischte Bilanz zu den Unfällen im Kreis am Mittwoch. Zwar sei es erfreulich, dass es überwiegend bei Blechschäden geblieben sei. Allerdings kritisierte der Beamte, dass viele Verkehrsteilnehmer trotz Schnee und Eis immer noch zu schnell unterwegs seien.
 

Autobahnen in Nordhessen dicht

Die größten Probleme gab es am frühen Morgen im Norden von Hessen. Rund um Kassel auf nahezu allen Autobahnen bildeten sich kilometerlange Staus vor allem aufgrund querstehender Lastwagen und Transportfahrzeuge. Nach Angaben der Polizei in Kassel war etwa die Autobahn 44 zwischen Diemelstadt und Lichtenau wegen Schneeglätte gesperrt. Mehrere Lastwagen standen dort quer und blockierten die Fahrbahnen.

Bei Waldsolms im Lahn-Dill-Kreis fuhr ein Auto auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr und prachte in den Gegenverkehr. Ein Fahrer musste aus seinem Wagen geschnitten werden.

 

Sturmböen angekündigt

Für den weiteren Tagesverlauf rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit einer allmählichen Beruhigung der Lage. Das ist aber nur die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm: Am Donnerstag bestimmt ein Sturmtief das Wetter in Hessen. Der DWD rechnet mit Sturmböen und schweren Sturmböen, in Gipfellagen sind auch orkanartige Böen möglich.

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