Kreis Gießen

Schicksale der Opfer des Zweiten Weltkriegs

Sehr betroffen zeigten sich die zahlreichen Besucher der Gruppe Burkhardsfelden der Heimatgeschichtlichen Vereinigung Reiskirchen anlässlich eines Vortragsabends in der Alten Schule zu dem Thema »In fremder Erde ruhn«. Sven Schepp berichtete über die Ergebnisse seiner vierjährigen Recherche zu Schicksalen der Menschen in seinem Heimatort Harbach an der Front, aber auch in der Heimat während des Zweiten Weltkriegs. HGV-Vorsitzender Kurt Herber wies schon gleich zu Beginn auf die Besonderheit des Vortrags hin, der vielen, in erster Linie älteren Besuchern, noch einmal die brutale Wirklichkeit des Geschehens vor Augen führte, jüngere bekamen einen Einblick, wie es ihren Vorfahren in der Heimat erging.
19. Oktober 2018, 21:21 Uhr
Redaktion

Sehr betroffen zeigten sich die zahlreichen Besucher der Gruppe Burkhardsfelden der Heimatgeschichtlichen Vereinigung Reiskirchen anlässlich eines Vortragsabends in der Alten Schule zu dem Thema »In fremder Erde ruhn«. Sven Schepp berichtete über die Ergebnisse seiner vierjährigen Recherche zu Schicksalen der Menschen in seinem Heimatort Harbach an der Front, aber auch in der Heimat während des Zweiten Weltkriegs. HGV-Vorsitzender Kurt Herber wies schon gleich zu Beginn auf die Besonderheit des Vortrags hin, der vielen, in erster Linie älteren Besuchern, noch einmal die brutale Wirklichkeit des Geschehens vor Augen führte, jüngere bekamen einen Einblick, wie es ihren Vorfahren in der Heimat erging.

Bedingt durch einen Militärflugplatz zwischen den Gemeinden Harbach, Ettingshausen und Hattenrod waren die kriegerischen Auseinandersetzungen auch in unmittelbarer Nähe zum Schluss fast Tag und Nacht präsent. Im ersten Teil wurden verschiedene Frontabschnitte gezeigt, die alle Beweise dieser Grausamkeiten darstellten. Der zweite Teil widmete sich akribisch den Harbacher Bürgern, auch Heimatvertriebene, die schon in jungen Jahren ihr Leben lassen mussten für den Größenwahnsinn des Führers und seiner Unterstützer. Bei einigen hatte Schepp sogar die Stätten ihres Einsatzes oder ihres Todes in osteuropäischen Ländern besucht.

Dank der genauen Recherchen von Schepp sind die Schicksale dieser Menschen der Nachwelt auch in Zukunft präsent, festgehalten mit Foto und Vita in seinem Buch. In Anbetracht der Tatsache, dass die Anzahl der Zeitzeugen nach 70 Jahren immer weniger werden, sind diese Daten von unschätzbarem Wert. (Foto: la)

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Schicksale-der-Opfer-des-Zweiten-Weltkriegs;art457,502361

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung