29. Juni 2018, 22:07 Uhr

Schaden von über einer Million

29. Juni 2018, 22:07 Uhr
Von Lars Benedikt Hoppe / Thomas Brückner
Ruhe nach dem Inferno: Die Halle am Ortsrand von Stangenrod am Freitagmorgen. (Foto: tb)

Zu einem verheerenden Brand ist es am späten Donnerstagabend in Stangenrod gekommen: Eine Halle mit landwirtschaftlichen Maschinen stand in Flammen, der Schaden dürfte die Millionengrenze überschreiten. Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort, verletzt wurde zum Glück niemand. Wegen der großen Hitze wurden Stahlträger der Dachkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen – Einsturzgefahr. Vor einer Absicherung, so Polizeisprecher Guido Rehr am Freitagnachmittag, könnten die Brandermittler nicht ins Gebäude. Die Ursache des Feuers bleibt daher zunächst offen.

Rückblick: Punkt 22.11 Uhr geht am Donnerstag bei der Feuerwehr Grünberg die Alarmierung ein, gemeldet wird der Brand einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle in der Hügelstraße.

 

Ursache bleibt zunächst offen

 

Als die ersten Einsatzkräfte am Brandort eintreffen, steht die 45 mal 30 Meter große Halle bereits im Vollbrand. Im Gebäudeinneren sind zum Teil sehr hochwertige Traktoren und Maschinen gelagert. Die Polizei spricht am Freitag von einem Gesamtschaden von über einer Million Euro. Dass dies jedoch nur Schätzungen seien, wird betont. Ob das Gebäude, von der Stangenröder Landwirtsfamilie erst vor sieben Jahren errichtet, zu reparieren ist? Zweifel sind angebracht, das Urteil des Statikers bleibt abzuwarten.

Nach dreieinhalb Stunden, gegen 1.35 Uhr, ist das Feuer gelöscht. Im Einsatz waren neben der Stangenröder Wehr Kameraden aus allen anderen Grünberger Stadtteilen, aus Lollar, Rabenau, Gießen, Fernwald, Linden, Laubach und Lich. Als besondere Herausforderungen des Einsatzes nennt die Feuerwehr die sehr starke Rauch- und Hitzeentwicklung, verschärft durch Schmierstoffe und Diesel in den Tanks. Und die schwierige Wasserversorgung: Die Halle befindet sich auf einer Wiese außerhalb des Dorfes. Mit dem Verlegen einer langen Wegstrecke bis zum Löschteich und zum Hydrantennetz im Dorf sowie mit einem Pendelverkehr ins Industriegebiet Grünberg wurde diese Schwierigkeit gemeistert. Da der Brand auch auf Dauer nur schwer unter Kontrolle zu bringen war, schnitten die Feuerwehrmänner einen Teil des Daches auf, um so auch von oben über eine Drehleiter löschen zu können

Freitagfrüh, gegen halb neun, herrscht wieder relative Ruhe am Brandherd. Mal abgesehen von den Hits der 80er, mit denen der Hessische Rundfunk die Szenerie beschallt. Einzig zwei Feuerwehrfahrzeuge und vier Kameraden sind zunächst auszumachen. Aus gutem Grund, flammen doch noch immer kleinere Brandnester auf, muss nachgelöscht werden. Der Blick ins Gebäudeinnere lässt erst das wahre Ausmaß des nächtlichen Infernos erahnen: PS-starke Traktoren, die nur mehr als aschgraues Metallgerippe daherkommen. Nebenan etwas, das bis zum Vorabend noch eine Ballenpresse oder ein Teleskoplader gewesen sein dürfte. Im hinteren Teil noch ein Dutzend unidentifizierbarer Objekte.

Grundsätzlich und auch hier gilt: Erst wenn der Brandort ausreichend ausgekühlt ist, können Brandermittler der Kripo mit der Ursachenforschung beginnen. Überdies muss die Sicherheit der Beamten gewährleistet sein. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall. Als Folge der extremen Hitze hat nicht nur ein Großteil der schmäleren Längsstreben einen »Durchhänger«, selbst einige der mächtigen Querträger aus Zentimeter dickem Stahl sind verbogen.

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