15. Februar 2011, 21:50 Uhr

SPD reagiert auf »Partygirl«-Vorwurf der CDU

Gießen (pm). »Das habe ich in meiner 15-jährigen Tätigkeit im Kreistag noch nicht erlebt.« Erbost reagierte Gerhard Schmidt, früherer Bürgermeister von Wettenberg und erneut kandidierende SPD-Kreispolitiker auf eine gestern in dieser Zeitung veröffentlichte Äußerung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Siegbert Damaschke, die Medienpräsenz von Landrätin Anita Schneider (SPD) lasse den Schluss zu, sie sei »ein Partygirl«.
15. Februar 2011, 21:50 Uhr
Die Medienpräsenz der Landrätin - hier mit Minister Posch und Wirtschaftsvertretern - ist der CDU ein Dorn im Auge. Sie trete auf wie "ein Partygirl".

Schmidt in einer Pressemitteilung: »Das ist eine üble und geschmacklose Entgleisung der CDU-Kreistagsfraktion.«

Bei der Auseinandersetzung zwischen politischen Parteien und Gruppierungen sollten - auch vor Wahlen - »der Stil sowie die Würde der Persönlichkeit und der Funktion gewahrt bleiben«. Die Damaschke-Äußerung gehe aber eindeutig unter die sprichwörtliche Gürtellinie. Damit werde Anita Schneider als Person und Persönlichkeit beleidigt, letztlich aber auch das Amt beschädigt.

Aus seiner, Schmidts Sicht habe sich Schneider innerhalb eines Jahres in ihre neue Aufgabe zügig eingearbeitet. Sie mache »eine hervorragende Arbeit. Dies wird auch in der Bevölkerung anerkannt.« Dabei sei zu beachten, dass sie keine parlamentarische Mehrheit habe und sich häufig gegen die amtierende Koalition behaupten müsse. Schneider suche den Dialog mit den Menschen; das sei wichtiger Teil ihres Amtsverständnisses. Dies gelte vor allem für Begegnungen mit den zahlreichen Sport-, Gesang-, Umwelt- und Kulturvereinen. Sie sei regelmäßig Gesprächspartnerin der sozialen Organisationen und bürgerschaftlichen Initiativen, der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienstorganisationen. Schmidt: »Mit dieser Darstellung als «Partygirl» werden die vielen Ehrenamtlichen im Landkreis beleidigt, mit denen die Landrätin einen guten Umgang pflegt.«

Dass die SPD auf eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse hoffe und dazu als Wahlargument auch ihre Unterstützung »für unserer Landrätin Anita Schneider« vortrage, missfalle der CDU offensichtlich. Anita Schneider zeichnet sich durch eine ausgeprägte Bürgernähe aus.

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