Kreis Gießen

SPD nominiert Swen Bastian als Landtagskandidaten

Mit 94 Prozent der Stimmen hat eine SPD-Wahlkreisdelegiertenkonferenz Swen Bastian zum Direktkandidaten für die Landtagswahl bestimmt. Nach dem Neuzuschnitt der Wahlkreise wirbt der SPD-Kreisvorsitzende aus Alsfeld jetzt nicht nur im Vogelsberg, sondern auch in Laubach um das Vertrauen des Souveräns. Der 38-Jährige erhielt die Stimmen von 77 der 82 Delegierten. Zum Ersatzbewerber machten die Uwe Habermehl.
25. Februar 2018, 21:08 Uhr
Joachim Legatis
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Swen Bastian

Mit 94 Prozent der Stimmen hat eine SPD-Wahlkreisdelegiertenkonferenz Swen Bastian zum Direktkandidaten für die Landtagswahl bestimmt. Nach dem Neuzuschnitt der Wahlkreise wirbt der SPD-Kreisvorsitzende aus Alsfeld jetzt nicht nur im Vogelsberg, sondern auch in Laubach um das Vertrauen des Souveräns. Der 38-Jährige erhielt die Stimmen von 77 der 82 Delegierten. Zum Ersatzbewerber machten die Uwe Habermehl.

»Vogelsberg und Laubach zuerst«, reklamierte Bastian in seiner Bewerbungsrede in der Stadthalle Homberg. Wiesbaden müsse endlich einen größeren Schwerpunkt auf den ländlichen Raum legen. Die CDU habe 19 Jahre Zeit gehabt, sich für die Gebiete abseits der Ballungsräume einzusetzen, doch erst kurz vor der Wahl werde wieder mal viel versprochen.

Die Landesregierung habe in den vergangenen Jahren einiges für Kommunen verbessert, räumte er ein, dabei sei aber zum größten Teil auf Geld zurückgegriffen worden, das Städten und Gemeinden zustehe. Zudem seien Stellen im Forst, bei Finanzämtern und im Katasteramt abgebaut worden. Nun kündige die Landesregierung an, 500 von 285 000 Stellen in ländliche Regionen zu verlegen. Hintergrund ist nach Bastian aber »die blanke Not, weil man keine Leute findet«. Denn ein Polizist könne seine Familie im Ballungsraum kaum ernähren.

Der SPD-Kandidat will sich dafür einsetzen, den Landesentwicklungsplan so umzugestalten, dass er nicht mehr ein »Hemmnis der ländlichen Entwicklung ist«, die Erweiterung von Gewerbe- und Baugebieten erschwert. Als vordringlich erachtet er ebenso den Ausbau von Straßen und Bahnen. Und: Das Land müsse die Kommunen bei den Kindergärtenkosten stärker entlasten, diese finanziell so ausstatten, dass sie Baumaßnahmen in ihrer Verantwortung stemmen könnten. Abschaffen will Bastian die Straßenbeiträge. Es dürfe nicht sein, dass teilweise 30 000 Euro von Anliegern verlangt werden. (Foto: jol)

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