01. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Papalala-Festival

Rock und Metal »satt« in Treis

Ein pralles Programm für Rock- und Heavy-Metal-Fans bot die siebte Auflage des Papalala-Festivals am Freitag und Samstag in der Sport- und Kulturhalle in Staufenberg-Treis.
01. Oktober 2018, 05:00 Uhr
Explosive Stimmung beim Auftritt von Völkerball: Die Band überzeugt abermals mit ihrer ausgefeilten Rammstein-Show. (Fotos: vh)

Wenn schon nicht die ganze Welt nach Treis kommen mag, geht Treis eben konsequent den umgekehrten Weg. Das siebte Papalala-Festival, das am Freitag und Samstag in der örtlichen Sport- und Kulturhalle stattfand, steht nun auf Youtube. Viele Stunden Rock und Metal in unterschiedlichen Variationen von zwei langen Abendkonzerten haben die Brüder Rupp in der Halle seitlich der Bühne auf Videoleinwände geworfen. Draußen stand vor allem aber das rollende Film- und Tonstudio, der rot lackierte Livestream-Bulli. Hier wurde fleißig gemischt und Papalala zu Netzkino-Kost verarbeitet.

 

»Band der Herzen«: Lebendig

 

Selbst ein Livestream kann die Live-Atmosphäre nicht ersetzen, höchstens eine Ahnung davon vermitteln, was jemand bei Nichterscheinen verpasst hatte. Etwa den Auftritt von Lebendig aus Gießen. Möglicherweise könnten die Gewinner des Landesfestivals »Hessischer Rock und Pop Preis 2017« auch die Entdeckung des Papalala 2018 sein. Dass Rock richtig »schön« sein kann, war für viele Konzertbesuchern sicherlich eine Überraschung.

Lebendig durften trotz Zeitnot eine Zugabe spielen – andere nicht. Sänger Patrick »Paddy« Keil wird häufig als charismatisch beschrieben. Übertrieben scheint das nicht, und: Lebendig wurde quasi die »Band der Herzen« des siebten Papalala-Festivals. Keil hatte mit Mark Forsters »Wir sind groß« beim DSDS 2017 sogar Dieter Bohlen beeindruckt, die Jury wählte ihn dennoch raus. Außerdem schrieben die fünf Jungs von Lebendig die neue Hallen-Hymne der Basketballer Gießen 46ers.

 

Rammstein-Sound von Völkerball

 

Dass Rammstein beim Papalala wieder einmal von Völkerball vertreten wurde, störte kaum jemanden. Das Imitat ist ja fast gleichwertig, vor allem trifft das auf die schräge Rauchstimme von Sänger René Anlauff und seine psychedelische Gestik zu.

Die Gewinner des diesjährigen Papalala-Wettbewerbs anlässlich der Treiser Kirmes, die deutschen Heavy-Metaler Gnadenstoß aus der Gegend um Herborn, überzeugten erneut. Weitere Teilnehmer waren Retina Crude aus Lich mit Alternative-Rock, FireBeazz aus Buseck mit Xylophon und Kesselpauke und die Rocker von RapidSoundMovement aus Ruttershausen/Staufenberg.

RockZone, die wohl jüngste Rockband Hessens – Oskar (10 Jahre), Ruben (11) und Arian (12 ) aus Treis bzw. Staufenberg – eröffneten das Festival. Die Band The Lala-Projekt machte den Abschluss. Dirk Wallenfels und Peter Moldenhauer moderierten.

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