25. Juli 2018, 21:41 Uhr

Rinn war 1929 Alten-Busecker Jagdpächter

25. Juli 2018, 21:41 Uhr
Das älteste Dokument ist der Pachtvertrag aus 1929. Der Vordruck wurde teils handschriftlich abgeändert. (Foto: siw)

Die Jagdgenossenschaft Alten-Buseck wird 50. Das wird am Samstag mit einem Kommersabend im Festzelt an der Flußgasse gefeiert. Zum Auftakt um 19.30 Uhr werden die Jagdhornbläser aus Weitershain spielen. Grußworte, Ehrungen und die Vorstellung einer Chronik werden den ersten Teil des Abends prägen. Anschließend wird André Vonderheid für Tanz- und Stimmungsmusik sorgen.

Die geplante Dokumentation reicht bis in das Jahr 1929 zurück. Das erste Schriftstück, das Jagdvorsteher Harald Rabenau vorliegt, ist ein noch gut erhaltenes »Verpachtungsprotokoll der Jagd in der Gemarkung der Gemeinde Alten-Buseck« vom Februar 1929. Hierin wird auf ein Gesetz vom 26. Juli 1848 Bezug genommen. Auf dem Vordruck vermerkt ist die Gegenwart des Bürgermeisters Rau (das Wort »Großherzoglicher« wurde in »Hessischer« Bürgermeister abgeändert) und des »controlirenden Gemeinderathsmitglieds Becker«. Pächter war damals die Familie Rinn in Heuchelheim.

Bis zur Gründung der Jagdgenossenschaft im Jahr 1968 wurden alle Belange rund um die Jagd durch die Gemeinde direkt abgewickelt. Gründungsmitglied Erwin Rübsamen war 30 Jahre bis zur »Stabsübergabe« an Harald Rabenau in 2003 Jagdvorsteher. Bejagbare Flächen sind im Jagdkataster verzeichnet. Für den Jagdbezirk I sind das 401 von 497 Hektar (verpachtet an Frank Walter und Thomas Schmidt) und für den Bezirk II 365 von 458 Hektar (Pächter Frank Walter). Die Hälfte der Pachteinnahmen wurde jeweils an die Gemeinde abgeführt, die andere Hälfte in Anschaffungen wie Bagger, Mulcher, Viehtriebwagen und Erdbohrer investiert. Auch von den genossenschaftseigenen Gerätschaften sollen Fotos gezeigt werden.

Dass das 50-Jährige auf ein kirmesfreies Jahr fällt, trifft sich gut. So bot sich der traditionelle Volksfesttermin für die Jubiläumsfeier geradezu an. Bei einem Kommersabend alleine soll es nicht bleiben: Am Sonntag wird mit dem Blasorchester der TSG Steinbach zünftig weitergefeiert. Zuvor schlängelt sich ab 12 Uhr ein Festumzug durch das Dorf. Angemeldet haben sich bisher 17 Zugnummern von Ortsvereinen und benachbarten Jagdgenossenschaften. Beim anschließenden Mittagessen darf auf der Speisekarte natürlich Wild nicht fehlen.

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