01. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Rinn stellt Fahrzeugflotte auf E-Autos um Nachhaltigkeit

Heuchelheim (so). 95 Gramm je Kilometer. Das ist die ehrgeizige Vorgabe der EU für Fahrzeughersteller in Sachen Kohlendioxid-Ausstoß. Bis 2020 sind die Autobauer verpflichtet, die CO2-Emission ihrer Flotten durchschnittlich auf diesen Wert zu senken. Rinn in Heuchelheim will dies mit dem unternehmens-eigenen Fuhrpark derweil schon bis Ende 2018 schaffen. Fünf »plug-in«-Hybridfahrzeuge sind jetzt von dem Hersteller von Beton- und Naturstein angeschafft worden – weitere sollen in den kommenden beiden Jahren folgen.
01. Dezember 2016, 12:00 Uhr
Christian Rinn und seine Mitarbeiter an den neuen E-Volkswagen, die dazu beitragen, die Öko-Bilanz des Unternehmens zu verbessern. (Foto: so)

»Als Unternehmen wollen wir uns entsprechend unserer Philosophie positionieren«, sagt Chrsitian Rinn, denn die Produktion läuft in Heuchelheim seit 2014 CO2-neutral. »Mann muss es als Unternehmer wollen«, sagt der geschäftsführende Gesellschafter, denn das E-Auto ist trotzt staatlicher Förderung nach wie vor teurer als etwa ein Diesel. Doch der Chef spricht von seiner »gesellschaftlichen Verantwortung« und geht mit gutem Beispiel voran: Vor zwei Jahren wurde bei Rinn mit einem rein elektrisch betriebenen BMW i3 der Anfang gemacht, den Christian Rinn auch immer wieder selbst nutzt. Der BMW hat sich als Fahrzeug im Kurzstreckenverkehr bereits bewährt, heißt es aus dem Unternehmen.
Zu Beginn des Jahres 2016 hatte Rinn mit seiner Firmen-Pkw-Flotte von 40 Fahrzeugen einen durchschnittlichen Kohlendioxid-ausstioß von 125 gr/km. Der Schnitt bundesweit liegt laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe bei 129 gr/km. Wenn in diesem und im nächsten Jahr Firmenfahrzeuge zu ersetzen sind, werden die Leasingverträge dahingehend geprüft, ob Elektro- oder Hybridtechnik sinnvoll ist. Hier seien aber auch die Hersteller gefordert, entsprechende Fahrzeuge vor allem mit besseren elektrischen Reichweiten anzubieten, heißt es aus dem Unternehmen.
Jetzt können fünf Mitarbeiter mit ihren Golf oder Passat GTE aus dem Hause Volkswagen rein elektrisch zur Arbeit fahren. Die Fahrzeuge wurden über das Gießener Autohaus Michel beschafft. Im »Ideengarten » des Unternehmens, auf dem Betriebsgelände und auf dem Mitarbeiter-Parkplatz stehen Elektro-Zapfsäulen bereit, um die Akkus der Autos wieder aufzuladen. »Das Angebot gilt im übrigen auch für Besucher des Ideengartens in Heuchelheim, die hier kostenlos Strom tanken können«, sagt Rinn. Der Strom kommt von der Sonne: Rinn hat auf den Dächern Photovoltaik-Anlagen installiert, produziert damit im Jahr zwischen 520 000 und 560 000 Kilowattstunden.
Mit den fünf Hybridfahrzeugen, die jetzt den Fuhrpark bereichern, sinkt der Flotten-CO2-Ausstoß von 126 auf 119 gr/km, rechnet das Unternehmen vor. Wenn 2017 und 2018 dann 14 weitere Fahrzeuge gegen Hybrid- oder auch reine Elektro-Autos ausgetauscht werden, dann geht bereits bis Ende 2018 der Rinn-Flotten-Ausstoß auf den für Hersteller ab 2020 vorgebenen Wert von 95gr/km zurück. Dies betrifft wohl gemerkt den Bestand an Personenwagen. Für kleine Transporter gibt es noch keine E-Technologie am Markt,. und schwere Lkw hat Rinn nicht im Bestand. Dieser Teil der Logistik ist an ein Partner-Unternehmen vergeben.
Rinn investiert derzeit zudem auf 3300 Quadratmetern in ein neue Fertigungshalle, die nach dem aktuell höchsten Standard der KfW für industrielle Gebäude errichtet wird. Zu Wochenbeginn war der erste Spatenstich, bereits im Frühjahr soll die Halle stehen. Seit Anfang 2012 verfolgt Rinn eine Unternehmensstrategie, die an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. So werden alle unternehmerischen Entscheidungen im Hinblick auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit getroffen – ökonomische, ökologische und soziale Aspekte also gleichermaßen mit einbezogen. Damit übernimmt der Heuchelheimer Hersteller hochwertiger Betonsteinprodukte für die Garten-, Landschafts- und Stadtgestaltung eine Vorreiterrolle in der Betonindustrie.

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