22. November 2010, 18:24 Uhr

»Rewe«-Aufruf: »Kauf eins mehr für die Tafeln«

Heuchelheim (age). Das Ziel ist ehrgeizig. Binnen dreier Wochen will das Handelsunternehmen »Rewe« gemeinsam mit seinen Kunden deutschlandweit Lebensmittel im Gesamtwert von über einer Million Euro spenden. Die Spenden kommen den rund 870 »Tafeln« zugute, bei denen rund 50 000 ehrenamtliche Helfer regelmäßig qualitativ einwandfreie Lebensmittel sammeln, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet werden, und geben diese an über eine Million Bedürftige weiter.
22. November 2010, 18:24 Uhr
Auftaktveranstaltung gestern Nachmittag in Heuchelheim für eine ehrgeizige Spendenaktion: In den »Rewe«-Märkten werden die Kunden in den nächsten drei Wochen aufgefordert: »Kauf eins mehr für die Tafel«. (Foto: Geck)

Heuchelheim (age). Das Ziel ist ehrgeizig. Binnen dreier Wochen will das Handelsunternehmen »Rewe« gemeinsam mit seinen Kunden deutschlandweit Lebensmittel im Gesamtwert von über einer Million Euro spenden. Die Spenden kommen den rund 870 »Tafeln« zugute, bei denen rund 50 000 ehrenamtliche Helfer regelmäßig qualitativ einwandfreie Lebensmittel sammeln, die im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendet werden, und geben diese an über eine Million Bedürftige weiter.

»Mit unserem Engagement wollen wir zeigen, dass jeder Einzelne mit geringem Aufwand dazu beitragen kann, Großes zu bewirken«, sagte »Rewe«-Regionsleiter Jürgen Scheider im »Rewe«-Markt von Georg Lemp bei der Auftaktveranstaltung für die Region »Mitte«. Man rufe ab sofort dazu auf, ein Produkt mehr zu kaufen, um es den örtlichen »Tafeln« zu spenden. Im Fokus der Aktion stehen Lebensmittel, die aufgrund ihrer langen Haltbarkeit eher selten gespendet werden. Außer Basisprodukten wie Mehl, Zucker, Reis, Nudeln und Konserven zählen dazu auch Kaffee, Tee und Hygieneartikel. Die Kundenspenden werden von der »Rewe«-Group anschließend mit einer Warenspende im Wert von 200 000 Euro aufgestockt.

Peter Radl, Vorstandsmitglied im Bundesverband der »Tafeln« und Landesvertreter für Hessen, begrüßte das Engagement des Handelsunternehmens: »Wir bedanken uns schon jetzt ganz herzlich bei ›Rewe‹ und bei allen Kunden, die uns mit dieser Spende unterstützen. Die ›Tafeln‹ werden die gespendeten Lebensmitteln an Menschen weitergeben, denen nur wenig Geld für Essen zur Verfügung stehen«. Weiter führte er aus, dass Nachhaltigkeit bei dieser Form der Unterstützung sehr wichtig sei. Das durch die Weitergabe der Lebensmittel eingesparte Geld diene der Sozialisierung insbesondere der Kinder. Deshalb sei die Aktion so wichtig. Allein in Hessen gebe es rund 50 000 Bedürftige, davon seien 18 000 Kinder.

Helmut Magel von der Gießener »Tafel« betonte, dass es nicht nur um das reine Ergebnis der Aktion »Kauf eins mehr für die Tafel« gehe. Sie drücke vielmehr die Wertschätzung gegenüber den Bedürftigen, aber auch gegenüber den vielen ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern aus. In Gießen und seinem Landkreis zeigten 240 Menschen ihr bürgerschaftliches Engagement, indem sie Lebensmitteln an 1450 Personen in fünf Ausgabestellen verteilten. Fast 30 Prozent seien auch hier Kinder. Darüberhinaus werde man an den drei kommenden Samstagen in elf Märkten Kunden persönlich ansprechen.

In Heuchelheim tun dies an diesem Wochenende Konfirmanden. Pfarrerin Cornelia Weber sagte, den Jugendlichen sei durchaus bewusst, wie gut es ihnen gehe. Die Unterstützung der Aktion sähen sie gewissermaßen als Verpflichtung, als ein Dienst am Nächsten.

Bürgermeister Lars Burkhard Steinz freute sich, dass der Markt von Georg Lemp unter den insgesamt 507 »Rewe«-Märkten der Region Mitte zur Auftaktveranstaltung ausgewählt wurde und lobte die Konfirmanden schon vorab für deren Einsatz.

In den »Rewe«-Märkten erleichtern Hinweisschilder den Kunden die Suche nach den geeigneten Produkten. Zusätzlich bieten die Märkte spezielle Spendentüten mit neun haltbaren Artikeln der Eigenmarke »ja! an. Die ausgewählten Produkte werden an der Kasse mit einem Aufkleber versehen und in einer Aktionskiste gesammelt.

Mit der Spendenaktion führt die »Rewe«-Group ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement fort. Bereits seit 1996 stellen die Märkte und Lager des Handelsunternehmens Lebensmittel für die »Tafeln« bereit. Hauptsächlich sind es Frischeprodukte, die zwar nicht mehr verkauft, aber dennoch bedenkenlos verzehrt werden können.

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