15. Februar 2017, 20:50 Uhr

»Reichsbürgerin« bleibt Strafprozess fern

15. Februar 2017, 20:50 Uhr

Vielleicht war es aus ihrer Sicht einfach nur konsequent. Eine 48-jährige Reiskirchnerin, die laut Strafrichterin Antje Kaufmann mutmaßlich dem »Spektrum der Reichsbürger« zuzurechnen ist, erschien am Mittwoch nicht zu einem Prozess am Gießener Amtsgericht. Die Angeklagte hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt. 1200 Euro sollte sie bezahlen, weil sie mit ihrem Auto gefahren war, obwohl dies keine gültigen TÜV-Plaketten mehr besaß. Stattdessen hatte die Frau Fantasiezeichen darübergeklebt. Versichert war der Pkw ebenfalls nicht und die fällige Kfz-Steuer war die Frau auch schuldig geblieben. Das Auto war einem Polizisten aufgefallen.

Laut Richterin hatte die Reiskirchnerin in einem Schreiben außerdem gefordert, die »Firma« Amtsgericht solle ihr eine »Legitimation« für diesen Strafbefehl vorlegen. Da die 48-Jährige unentschuldigt gefehlt hatte, forderte Staatsanwalt Alexander Hahn, den Einspruch der Frau zu verwerfen. Dem folgte das Gericht.

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