14. März 2018, 20:36 Uhr

Rechnen statt Rewe

14. März 2018, 20:36 Uhr
Nach den Sommerferien 2021 soll der geplante Neubau einer zentralen Grundschule auf dem Gelände des ehemaligen Rewe-Marktes in Betrieb gehen. (Archivfoto: vh)

Die Stadt Staufenberg und der Landkreis Gießen sind handelseinig geworden. Ohne weitere Gegenleistung tauschen sie Grundstücke, um den Neubau einer gemeinsamen Grundschule für die Stadtteile Staufenberg, Mainzlar und Daubringen zu ermöglichen. Der städtische Bauausschuss stimmte dem Tauschvertrag geschlossen zu.

Die Stadt übergibt dem Landkreis das künftige Baugrundstück, die Fläche des ehemaligen Rewe-Marktes zwischen der Mainzlarer Straße und dem Ratsweg. Im Gegenzug übereignet der Landkreis der Stadt die drei Schulstandorte Goetheschule (Staufenberg), Lindenhofschule (Mainzlar) und Waldschule (Daubringen). Dieser Schritt erfolgt erst, nachdem der Schulneubau seinen Betrieb aufgenommen hat, laut Planung nach den Sommerferien 2021.

Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) erläuterte, dass für die neue Grundschule kein Bebauungsplan aufzustellen sei. Das Gelände sei durch den gültigen Bebauungsplan »Stadtmitte/Brunnenstraße« erfasst, zähle als Mischgebiet wo zweigeschossige Bauweise erlaubt ein Schulgebäude grundsätzlich zulässig sei. Rund elf Millionen Euro wolle der Landkreis investieren, sagte Gefeller. Das Geld kommt vornehmlich auf dem Kommunalen Investitionsprogramm, das zu Teilen unter dem Titel »KIP macht Schule« läuft.

Der Schulneubau bedeute für Staufenberg »Zukunftssicherung«. Die eigenen Kinder gewichtete der Bürgermeister höher als die Aussicht auf einen finanziellen Gewinn im Falle eines Grundstücksverkaufs an etwa einen Privatinvestor. Dem stimmt Wilfried Schmied (CDU) zu. Sicher sei die Fläche »ein Filetstück« aber die neue Grundschule sodann »eine enorme Verbesserung«. Er vertraue dem vertraglich fixierten Flächentausch, sagte Schmied.

Gefeller teilte mit, dass im Januar ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde. Daraufhin hätten sich 120 Bewerber gemeldet, 20 davon wurden ausgewählt. Bis Mai dieses Jahres haben diese Plaungsbüros Zeit, um einen Entwurf mit einem Modell zu erstellen. Diese 20 Arbeiten sollen in der Stadthalle zur Besichtigung ausgestellt werden. Eine Jury wähle den Siegerbeitrag aus. Anschließend könne die Planungsphase für den Neubaus beginnen. Mit solchen Architektenwettbewerben hat der Kreis gute Erfahrungen bei der Grundschule Krofdorf-Gleiberg gemacht, ebenso die Gemeinden Heuchelheim und Wettenberg bei Kindergarten-Neubauten.

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