08. November 2019, 18:31 Uhr

Radfahrer dürfen hoffen

08. November 2019, 18:31 Uhr

Rund 120 Radler demonstrierten im Mai für den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Hungen und Langd. Ihr Anliegen war nun Thema in der Sitzung der Stadtverordneten, die am Donnerstag im Bürgerhaus in Langd tagten. Auf der Tagesordnung stand ein Antrag der Freien Wähler (FW). Danach soll der Magistrat die Machbarkeit und die Kosten einer Unterquerung der B 457 am Flutgraben prüfen und außerdem, ob durch Landtausch das 300 Meter lange Teilstück des Radweges entlang der Bundesstraße in Richtung Hof Grass realisiert werden kann. Alle Stadtverordneten stimmten dem Antrag der FW zu. Dirk Müssig, der auch Ortsvorsteher in Langd ist, erläuterte, dass nicht zuletzt Familien mit Kindern eine sichere Möglichkeit bekommen sollen, zu Fuß oder mit dem Rad nach Hungen oder ins Seegebiet zu gelangen. Mit dem Weg würde man gleichzeitig eine Anbindung durch den Harber Wald nach Nidda schaffen. Frank Bernshausen von den Grünen machte deutlich, dass die Realisierung nicht ganz einfach ist. »Das ist kein Graben, das ist ein Bach«, sagte er, aber man müsse prüfen, ob es machbar sei. Kritisch angemerkt wurde, dass die Unterführung bei Hochwasser nicht passierbar sei. Klaus-Dieter Willers (SPD) bemängelte, dass in der Stadtverordnetensitzung vom 15. März 2018 zwei Anträge von B90/Die Grünen (Rad- und Fußweg Hof Grass) und Freien Wählern (Rad- und Fußweganbindung Langd, Rodheim und Rabertshausen) an den Magistrat verwiesen worden seien. Bisher sei nichts passiert. Bürgermeister Rainer Wengorsch widersprach. In der Radwegekommission und im Magistrat habe man mehrmals darüber beraten. Mit dem Landkreis habe man ebenfalls Kontakt aufgenommen, da diese Teilstücke in das Kreisradwegekonzept eingebunden werden sollen. Er werde in der nächsten Sitzung über den Sachstand berichten.

Sanierungsbedarf im Freibad

In der Fragestunde berichtete Wengorsch über den Stand der Planungen beim Schwimmbad. Für eine grundhafte Sanierung seien drei bis 3,8 Millionen Euro notwendig. Die Förderung sei mit 30 Prozent jedoch relativ gering, sodass die Stadt hohe eigene Mittel aufbringen müsse, so Wengorsch. Er strebe an, ein Konzept zur Sanierung zu erstellen, das Prioritäten setze und Teilsanierung vorsehe, und dieses den Ausschüssen und den Stadtverordneten in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen. Denkbar sei auch eine Teilsanierung mit einem Mitteleinsatz von 600 000 Euro.

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