23. Januar 2018, 21:11 Uhr

Radetzky-Marsch gefällt immer

23. Januar 2018, 21:11 Uhr
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Von Siglinde Wagner
Die »Spielleute der Busecker Schlossremise« überzeugen im ersten Konzertteil mit großer Musikvielfalt. (Foto: siw)

Mit »Music« von John Miles legten die »Spielleute der Busecker Schlossremise« zum Neujahrskonzert der Gemeinde Buseck am Sonntag einen Auftakt nach Maß hin. Musikalische Vielfalt in ausgefeilten Arrangements präsentierten zunächst die »Spielleute« unter Leitung von Matthias Schulze und die »FireBeazz«. Nach der Kaffeepause gestaltete das Blasorchester der TSG Steinbach den zweiten Konzertblock.

Rundum zufriedene Besucher

Von Arbeitsteilung sprach Kapellmeister Alexander Fischer als er die gemeinsame Zugabe, den Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater ansagte. Schulze dirigierte dabei mit großer Freude das bühnenfüllende Orchester, während Fischer dem Publikum die Einsätze und Dynamiken zum Mitklatschen vorgab. Radetzky gefällt einfach immer, er darf für einen krönenden Abschluss nicht fehlen.

Bürgermeister Dirk Haas, Schirmherr der Veranstaltung, sagte zur turbulenten Weltpolitik: »Die Kriegsfalken bekamen leider immer mehr die Oberhand und verscheuchten die Friedenstauben. In Buseck ging es erfreulich harmonisch zu.« Sogar das strittige Konzept um die Vereinsförderung konnte auf einen guten Weg gebracht werden.

Der Vorsitzende der Spielleute, Rainer Damm, bedankte sich bei Martina Herzberger, die zum 14. Mal das Neujahrskonzert moderierte. »Es ist wirklich beeindruckend, was du zu den Titeln erzählen kannst. Das eröffnet uns Musikern ganz neue Perspektiven, denn wir kennen ja nur die Noten.«

Nach dem meditativ angehauchten »Adiemus«, bereiteten die Spielleute mit »Let it Go« aus Disneys »Frozen« den Übergang zu den »FireBeazz« vor. Bianca Poloscheck und Katrin Bürger sangen im Wechsel und erhielten viel Applaus.

Die Kette musikalischer Glanzlichter setzte nach der Pause das Blasorchester der TSG Steinbach mit »Dawn of a New Day« und dem häufig interpretierten Winterklassiker »Sleigh Ride« fort.

Witzig führte Carsten Schäfer durch den zweiten Block. Nach seiner Aufforderung an das Publikum, einen Kuli zu zücken, sagte er: »Nach nächtelangen Sondierungsgesprächen haben wir ›Saxophonia‹ aus dem Programm gestrichen. Bitte tun Sie das auch.« Zum Glück im Programm verblieben ist ein Medley von Welthits der Comedian Harmonists. Das Mitsingen der Gute-Laune-Hits wie der vom grünen Kaktus und »Veronika der Lenz ist da« war ausdrücklich erwünscht. Es folgten mit »Musikantenfrauen« eine schmissige Polka der Scherzachtaler und ein mitreißender Gospel, der ursprünglich für Kinder geschrieben wurde: »Let it Shine« von James L. Hosay. Schon die anfangs führende Stimme des Alt-Saxophons ließ die jazzigen Einflüsse erkennen. Die rundum zufriedenen Besucher dankten mit Ovationen für die über zweistündige musikalische Unterhaltung auf beständig hohem Niveau.



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