30. August 2018, 22:13 Uhr

Punktlandung auf Kunstrasen

30. August 2018, 22:13 Uhr
Hier stört kein Maulwurfshügel: Auf dem Sportplatz in Steinbach ist neuer Kunstrasen verlegt worden. Ab sofort kann er genutzt werden. Nächsten Mittwoch tritt hier der FSV Fernwald gegen die TSG Wörfsdorf an. (Foto: us)

Fernwald (us). Bürgermeister Stefan Bechthold hat selbst Fußball gespielt. Zu seiner aktiven Zeit gab es in der Region zwei Kunstrasenplätze, in Linden und in Dalheim. Die waren nicht immer ein Vergnügen: »Man konnte sich verbrennen«, erinnert sich Bechthold.«

Diese Angst müssen die aktiven Fußballer aus Annerod und Steinbach, ihre Jugendmannschaften und auch die Grundschüler und Kindergartenkinder nicht mehr haben. Der Kunstrasen, der in den vergangenen Wochen auf dem Steinbacher Sportplatz neu verlegt wurde, gehört zur allerneuesten Generation. »Was Besseres gibt es nicht auf dem Markt«, schwärmte Planer Lothar Gersmann bei der offiziellen Freigabe am Donnerstag. Und auch der Bürgermeister ist überzeugt: »Wir haben hier mit die schönste Sportanlage im ganzen Landkreis.«

Die erste große Bewährungsprobe steht dem Platz am kommenden Mittwoch bevor. Dann tritt der FSV Steinbach in der Verbandsliga gegen die TSG Wörsdorf an. Das Abendspiel beginnt um 20 Uhr und wird auf dem neuen Kunstrasen ausgetragen. »Der Rasenplatz hat kein Flutlicht«, erläuterte Günther Hühn vom FSV Fernwald.

Die Erneuerung des Steinbacher Kunstrasenplatzes hat 282 000 Euro gekostet. »Eine Punktlandung«, wie Diplom-Ingenieur Gersmann sagt. »Es wird keine Mehrkosten geben.«

Nicht nur der alte Kunstrasen wurde ausgetauscht. Mitarbeiter der Firma Schmitt Sportstättenbau haben die Fläche auch gleich um jeweils einen Meter in jede Richtung vergrößert. Außerdem wurde ein Streifen für die Zuschauer neu gepflastet und der Ballfangzaun mit stabilen Gittermatten ausgestattet. Neue Tornetze gab es auch noch.

Die Bauarbeiten wurden in der vorgesehenen Zeit abgewickelt, trotz erschwerter Bedingungen. Wie Bauleiter Birkan Akkilic berichtete, fiel die Sanierung in die Zeit der allergrößten Hitze. Zudem sorgte eine Wespe für Aufregung. Ein Mitarbeiter von Polytan reagierte auf ihren Stich allergisch und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der neue Platz besteht, wie Planer Gerstmann berichtete, aus drei Komponenten: den vier Zentimeter hohen Halmen, einer Schicht Sand (für die nötige Schwere) und einer Schicht Granulat (gegen die Verletzungsgefahr). Laut Wolfgang Emons vom Hersteller Polytan sollte der Kunstrasen wöchentlich gelockert und das Granulat einmal jährlich gereinigt werden. Die Pflege sei immer noch deutlich einfacher als die eines herkömmlichen Rasenplatzes, sagt Uwe Blaukat, der Leiter des Fernwalder Bauamts.

Wie lange die Fernwalder Freude an ihrem neuen Platz haben werden, hängt laut Emons von Nutzungsintensität und Pflege ab. Der alte Steinbacher Kunstrasen hat 13 Jahre durchgehalten. Der neue soll es nach Möglichkeit etwas länger machen. Die Verantwortlichen halten 15 bis nahezu 20 Jahre für möglich.

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