11. Juni 2018, 10:04 Uhr

Bauchtanz

Publikum feiert koketten Tänzer aus der Karibik

Bei der orientalischen Tanzveranstaltung des Vereins Alenya war mehr als nur Bauchtanz zu sehen. Mit viel Leidenschaft überzeugt ein Tänzer aus der Karibik.
11. Juni 2018, 10:04 Uhr
Zum Abschluss des dreieinhalbstündigen Programms betritt Rachid nochmals mit einem schillernden Kostüm die Bühne und verzaubert das Publikum. Die anderen Akteure applaudieren auf der Bühne stehend. (Foto: nab)

Für Überraschungen ist Alenya immer wieder gut. Der bewies der Pohlheimer Verein für orientalischen Tanz und Kultur mit seinen fleißigen Helfern am Samstagabend in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg erneut eindrucksvoll.

Denn nach der großen Jubiläumsshow zum zehnjährigen Bestehen im vergangenen Jahr konnte sich auch diesmal das Bühnenprogramm beim »Tanz durch den Orient« sehen lassen. Dass dazu auch noch ein Mann klassischen orientalischen Bauchtanz in all seiner Feinheit präsentierte, ließ das Publikum in Begeisterung ausbrechen.

 

Auf technisch höchstem Niveau

 

Gleich zweimal kamen die Zuschauer in den Genuss von Rachids Tanzdarbietungen, Raqs genannt. Rachid Alexander begann schon als kleiner Junge auf seiner Heimatinsel Curaçau in der Karibik orientalischen Tanz zu lernen.

Er lebt nun in den Niederlanden und tritt in Europa, Asien, Nordamerika und auf karibischen Festivals auf. Mit viel Leidenschaft und auf technisch höchstem Niveau zeigte der Tänzer all die vielen detailreichen Nuancen des orientalischen Tanzes und spielte dabei immer wieder kokett mit dem Publikum, dass ihm reichlich applaudierte.

Die Liebe zum orientalischen Tanz, der Spaß, gemeinsam Choreografien einzustudieren und sich regelmäßig zum Training zu treffen, ist auch das, was die Gruppen des Gastgebervereins Alenya verbindet.

Schon die Mädchen der Kindernachwuchsgruppe Subayas bestückten das Programm mit einem Schleichertanz, die Frauen von Elsumeyla zeigten einen Säbeltanz »Modern Fusion«, und die Alenya Roses tanzten mit brennenden Kerzenleuchtern auf dem Kopf.

 

Viel Tanzstile

 

Wie immer deckten die Gruppen und Einzeltänzerinnen bei der Abendgala eine vielfältige Bandbreite an Tanz- und Musikstilen ab: Vom klassischen Bauchtanz mit und ohne Schleier, dem Balady, der ländlich-ägyptischen Musik oder einem Shabi-Medley, also Volksmusik, über Tribal und moderne Fusion oder gar Burlesque reichte das Spektrum, und weiter bis hin zu Gypsy und Tango oriental.

Für ein Schmunzeln beim Publikum sorgten beispielsweise Tänzerin Suhana und Trommler Castano mit ihrer kokett-verspielten Art zu Castanos »Hip drums«.

Die Ungarin Koriana bewies bei ihrem Tango oriental, dass sie reichlich Feuer in den Füßen hat und die Gruppe Layali oriental aus Gießen präsentierte einen russischen Roma-Tanz, der an Flamenco erinnerte, sowie einen türkischen Roma-Tanz mit klassisch orientalischen Elementen.

Zum Abschluss des dreieinhalbstündigen Programms, dem eine gut einstündige Opening Show vorangegangen war, betrat noch einmal Rachid Alexander mit einem schillerndem Kostüm die Bühne und verzauberte das Publikum.

Ein großes Bufett mit orientalischen Speisen und kleine Basarstände sorgten ebenfalls für eine stimmunngsvolle Atmosphäre.

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