21. Januar 2019, 21:47 Uhr

Pop-Diven zu Gast

21. Januar 2019, 21:47 Uhr
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Von Volker Mattern
Ingi Fett bringt ihr Publikum zum Tanzen. (Foto: m)

Nur wer Musik nicht nur liebt, sondern lebt, kann mit so viel Hingabe und Ehrlichkeit ein Konzert bestreiten wie Ingi Fett. Sie gastierte auf Einladung des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK) in dessen Kunsthalle. Vorsitzender Dieterich Emde war sichtlich stolz über ein volles Haus: 130 Gäste erlebten einen wunderbaren Abend, der für die bekannte Solokünstlerin und Sängerin auch so etwas wie ein Heimspiel war.

Viele Hände gingen nach oben, als sie fragte, wer denn aus Wißmar sei, wo sie selber seit einiger Zeit lebt. Ohnehin keine Unbekannte, die als eine der »Drei Stimmen« überregionale Bekanntheit erlangte, geht sie seit drei Jahren ihren Weg als Sängerin alleine. Ihre Persönlichkeit, ihr Charakter – alles unverändert und unverfälscht, so, wie viele Fans sie seit Jahren kennen und mögen: Charmant, offenherzig, ohne irgendwelche Allüren und immer ihrem Publikum zugewandt.

Fett ließ mit ihrem neuen Programm »Pop-Diven« nicht nur ebenjene zu Wort und zu Stimme kommen: Sie weiß selbst, wie viel Erinnerung aus einer möglicherweise unbeschwerteren Zeit als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener so manch einer mit einem bestimmten Song verbindet.

Unvergängliche Erinnerungen

Eben genau dies ist nicht vergänglich – die Erinnerung. Von Vergänglichkeit handelt aber »The way we were« von Barbara Streisand, mit dem sie ihr Publikum begrüßte. Da brauchte es nicht viel, um sofort zu wissen, dass es wieder ein wunderbares Konzertereignis werden würde. Das ist auch Fetts Anspruch, nämlich den Menschen schöne Momente zu schenken. Mit ihrer klaren Stimme fiel ihr das nicht schwer. Madonna, Celine Dion, Adele, Doris Day, Hildegard Knef, Withney Houston, Cindy Lauper und Bette Middler – Lieder all dieser weltberühmten Größen präsentierte sie auf so eindringliche Weise, als wären die Diven eben alle selbst mal kurz für einen Gesangsbeitrag beim KuKuK zu Gast.

Der Aufforderung aufzustehen und zu tanzen, kam das Publikum zunächst nur zögernd nach, bis sich die Lockerheit so nach und nach ausbreitete und die »Offensive ihren Lauf nahm«, wie Fett es ausdrückte. Warum auch nicht, oder um es mit dem Liedtitel von Adele auszudrücken: »When we are young«. Technische Unterstützung hatte Fett von Andreas Dieruff.



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