23. Mai 2019, 22:27 Uhr

Politischer Nachwuchs fehlt

23. Mai 2019, 22:27 Uhr

»Wie soll Demokratie in 20 Jahren aussehen?« Das fragte Norbert Weigelt rhetorisch die Mitglieder des Staufenberger Finanzausschusses. Die vier Lumdatal-Kommunen verabschieden derzeit eine Kinder- und Jugendvertretungssatzung, die das hiesige Jugendforum in Eigenregie ausgearbeitet hatte. Das Parlament in Lollar hat dem schon zugestimmt, der Staufenberger Finanzausschuss hat seine positive Empfehlung für das Parlament jetzt einstimmig getroffen.

Weigelt, Vorsitzender der Gemeindevertretung in Buseck, berichtete dem Ausschuss über den Jugendbeirat, der in Buseck bereits 1999 gegründet wurde. Er stellte fest, es werde nicht erst in 20 Jahren schwierig sein, politischen Nachwuchs zu finden, bereits zur nächsten Kommunalwahl in Hessen (2021) bekämen die Parteien wohl nur mit viel Mühe ihre Listen voll. Deshalb sei es ungeheuer wichtig, manchen sei diese Dringlichkeit womöglich unklar.

»Jugendliche müssen an der Gestaltung einer Stadt partizipieren«, sagte Weigelt. Sie bräuchten einen Anreiz, um etwa nach dem Studium wieder an ihren alten Wohnort zurück zu kommen. Zukunftsgerechtes Handeln sei jugendgerechtes Handeln. Bürgermeister Peter Gefeller rückte die Wichtigkeit einer Satzung zurecht. Das Blatt Papier habe seine Berechtigung, für die Jugendlichen sollte es aber eine »Handlungsplattform« sein.

Claus Waldschmidt (SPD) fand es bemerkenswert, dass sich rund 25 Jugendliche aus Lollar, Staufenberg, Allendorf/Lumda und Rabenau im Jugendforum Gedanken um eine Satzung gemacht hätten. Deshalb sollte man ihnen einen Vertrauensvorschuss geben und den Satzungsinhalt möglichst unverändert lassen.

Ilse Staude (GAL) fand die künftige Jugendvertretung sinnvoll. »Nach zwei Jahren Vorbereitung sollten wir nun zu Potte kommen.« Reimund Stohr (FW): »Die Satzung sollte im Lumdatal einheitlich sein.«

Wichtige Inhalte der Satzung: Die Kinder-und Jugendvertretung besteht aus fünf Mitgliedern im Alter von 15 bis 24 Jahren. Die Besetzung erfolgt jeweils für ein Jahr. Das Gremium trifft sich mindestens dreimal jährlich, nach Bedarf auch häufiger. Für die Jugendvertretung gibt es eine Kostenstelle im jährlichen Haushalt. Einen konkreten Betrag nennt die Satzung nicht, der wird stets verhandelt. Die Vertretung erhält ein Anhörungs-, Vorschlags- und Rederecht in den Ortsbeiräten, den Ausschüssen, im Parlament.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Demokratie
  • Finanzausschüsse
  • Kommunalwahlen in Hessen
  • Kostenstellen
  • Peter Gefeller
  • SPD
  • Satzungen
  • Staufenberg
  • Staufenberg
  • Volker Heller
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos