06. Februar 2019, 21:17 Uhr

Pfarrerehepaar sagt »Tschüss«

06. Februar 2019, 21:17 Uhr
Christine und Andreas Specht vor der Garbenteicher Kirche, ihrem langjährigen Arbeitsplatz. (Foto: rge)

»Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier…« – so heißt es im Liedtext der unvergessenen Trude Herr. So ähnlich verhält es sich auch mit dem Pohlheimer Pfarrerehepaar Christine und Andreas Specht. 17 Jahre – genauer ab Februar 2002 wirkten sie in der evangelischen Kirchengemeinde in Garbenteich und später dann noch in Hausen/Petersweiher insgesamt 13 Jahre. Jetzt wechseln sie noch einmal auf eigenen Wunsch die berufliche Perspektive.

Andreas Specht möchte weiter im Dekanat Gießen als stellvertretender Dekan mit Schwerpunkt auf den Themen »Familienbildungsstätte und gemeindepädagogischer Dienst« arbeiten. Christine Specht wechselt auf die Pfarrstelle nach Allendorf/Lahn. Am Sonntag, dem 10. Februar, um 17 Uhr in der Garbenteicher Kirche nehmen sie in einem Gottesdienst Abschied von den Menschen in ihrer Kirchengemeinde. Gleichzeitig bleibt aber Pohlheim weiter ihr Heimatort, denn in Garbenteich haben sie ihr Häuschen gebaut. Und hier wollen sie auch bleiben.

»Wenn es am Schönsten ist…« überschreiben sie ihren Abschied im Gemeindebrief und machen dabei den Menschen in ihren Gemeinden ein großes Kompliment. »Es ist schön, in Garbenteich und Hausen/Petersweiher zu arbeiten. Das sehen wir auch nach all den Jahren so.« Es war eine wichtige Station im Leben der beiden. Gemeinsam hatten sie im Bethel das Theologie-Studium erfolgreich absolviert, sich 1985 dann getraut. Danach taten sie ihre ersten beruflichen Schritte als Pfarrer in Laubach-Gonterskirchen und Schotten-Einartshausen, bevor sie in Garbenteich ankamen.

»Wir sind dort hingegangen, wo die Leute waren«, war eines ihrer Rezepte, um die Kirche zu den Menschen zu bringen. Gottesdienste bei Dorffesten oder beim Kartoffelfest des Obst- und Gartenbauvereins in Hausen gehörten dazu, wie auch altbewährte Gottesdienstformen. Gerade die Arbeit mit Kindern, wie in der Zusammenarbeit mit der Lückebachschule Garbenteich, oder bei Musicals und dem Kinderchor mit den Ehrenamtlichen in Hausen bleiben ihnen im Gedächtnis.

Unvergesslich bleibt auch das Kirchenjubiläum 750 Jahre in Garbenteich im Jahr 2008. Gerade auch die Zusammenarbeit mit den engagierten Kirchenvorständen war fruchtbar, loben die Spechts. Besonders als es galt, Flüchtlinge zu betreuen, zeigte sich die Aufgeschlossenheit der Kirchengemeinden, deren Kirchenvorstände die Türen der Gemeinde öffneten, als Hilfe nötig war. Gelungen sei außerdem, dass die beiden Kirchengemeinden aufeinander zugegangen seien. Sinnbildlich sehen sie dabei den gemeinsamen Kirchgang entlang des Lückbachs als kirchlichen Meilenstein. Ergebnis sei es, dass die Konfirmanden diese Gemeinsamkeit heutzutage als ganz normal ansehen, beobachten die Spechts. Zum sehr guten Klima in der Zusammenarbeit beigetragen hätten zudem die Watzenborn-Steinberger Pfarrer, als Erstes damals in der Unterstützung der Gemeindearbeit Alexander Klein und aktuell Marisa Mann.

»Es ist und bleibt schön… « sagen sie im Blick auf ihr Heimatdorf Garbenteich. Von dort fahren sie täglich zu ihren neuen Arbeitsstellen. Denn das Heim der Familie und der mittlerweile drei erwachsenen Kinder bleibt hier. Von dort starten sie auch mit ihrem Wohnwagen, gehen ihren weiteren Hobbys, dem Fotografieren und Wandern, nach. Garbenteicher bleiben sie weiter mit Leib und Seele. »Ich will weiter gehen, keine Tränen sehen, so ein Abschied ist doch kein Tod…«, konnte man schon in Trude Herrs Schlager passend hören.

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