26. Dezember 2018, 21:26 Uhr

»Partnerschaften pflegen«

26. Dezember 2018, 21:26 Uhr
Johann-Gottfried Hecker, Thilo Hain und Gerhard Schmidt (v.l.) vom Vorstand des Heimatvereins Zsámbék ehren Sabine Stroh und Marlies Kauß (v.l.). (Foto: m)

Auch in diesem Jahr war die Weihnachtsfeier des Heimatvereins Zsámbék Anlass, das eigene Tun und Handeln zu reflektieren und nach vorne zu blicken. Vorsitzender Thilo Hain begrüßte die Mitglieder, die sich in der Heimatstube um den nach ungarischer Art geschmückten Christbaum versammelt hatten.

Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt ist stellvertretender Vorsitzender. Als einer der von Anfang an diese Partnerschaft mitgestaltete, vor allem während seiner Bürgermeisterzeit, beleuchtete er deren Bedeutung. Er ging auf die aktuelle Krise, aber auch die künftigen Chancen für ein soziales und gerechtes Europa ein.

Wachsamkeit und Engagement

Seinen Vorgänger Günter Feußner nannte er einen Wegbereiter für Europa, der bereits 1970 erstmals seinen Amtskollegen Fernand Marin in Sorgues und 1986 den damaligen Zsámbéker Bürgermeister Imre Zink besuchte und damit die Wege zu den Partnerschaften ebnete. Es gelte sich bewusst zu machen, welchen Weg die Europäische Staatengemeinschaft in den zurückliegenden 70 Jahren genommen habe. Großen Verdienst an der Völkerverständigung sprach Schmidt den Menschen zu, die in Kommunalpartnerschaften aktiv sind. Die vielen Freundschaften, meist hervorgegangen aus Kontakten der Vereine, seien von unermesslicher Bedeutung: »70 Jahre Frieden ist von unschätzbarem Wert und keine Selbstverständlichkeit«. Die Risse infolge von Autonomiebestrebungen und Abschottung zeigten, dass der Aussöhnungs- und Friedensprozess nie als abgeschlossen zu betrachten sei. Die Verantwortlichen der Städtepartnerschaften seien weiter zu Wachsamkeit, Engagement und Kreativität aufgerufen.

2018 war geprägt durch zwei Jubiläen. 45 Jahre Partnerschaft mit Sorgues galt es im Rahmen eines ßen Europafestes zu feiern. Von Bedeutung dabei die neuen Kontakte der Gesamtschule Gleiberger Land mit dem dortigen College »Voltaire«. Zum anderen 30 Jahre Partnerschaft mit Zsámbék – mit dem Besuch von 50 Gästen zum Krämermarkt. Hier habe der Heimatverein Zsámbék einmal mehr große Unterstützung geleistet. Auch der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg mit Barbara Yeo-Emde und Dietrich Emde sowie die Wettenberger Feuerwehr mit Roberto Röhrsheim seien unverzichtbare Partner in den Beziehungen der Gemeinden.

Bedeutsam sei der Abschluss der neuen Partnerschaft mit Grigny/Frankreich durch die Bürgermeister Thomas Brunner und Xavier Odo auf Grundlage des Schüleraustauschs des College »Emile Malfroy« mit der Gesamtschule Gleiberger Land. Ende November waren 20 Deutsch-Franzosen mit dem Vorsitzenden Norbert Schmidt und Ralf Volgmann als Vertreter der Gemeinde zum »Antrittsbesuch« beim neuen Partner. Für 2020 ist ein Jugendaustausch aller Partnergemeinden aus Frankreich und Ungarn vorgesehen. Gerade die jungen Menschen gelte es für Europa zu begeistern. Daher komme Schulpartnerschaften hohe Bedeutung zu, sagte Schmidt, der Volker Wehrum von der Gesamtschule für den regelmäßigen Austausch mit der Zichy-Miklos-Schule in Zsámbék dankte. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden schließlich Marlies Kauß und Sabine Stroh geehrt.

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