26. September 2018, 22:17 Uhr

Ortsvorsteher tritt zurück

26. September 2018, 22:17 Uhr

Bei einer gut besuchten außerordentlichen Sitzung des Ortsbeirates Lauter in der Lautertalhalle wurde deutlich, dass es in der Bevölkerung viele Unsicherheiten hinsichtlich Planung und Finanzierung des seit 2016 ins Auge gefassten Dorfplatzes gibt. Völlig überraschend legte am Ende der Sitzung Ortsvorsteher Hans-Jürgen Becker sein Amt nieder.

Laubach wurde auf Antrag als Förderschwerpunkt im Hessischen Dorfentwicklungsprogramm mit einem Förderzeitraum von 2014 bis 2023 anerkannt. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage der Entwicklung des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK). Der Ortsvorsteher trug zunächst die Chronologie der Beschlussfassungen zur Ausgestaltung des Dorfplatzes aus 2017 vor (die GAZ berichtete). Im Dezember 2017 wurde der Ankauf der Scheune am vorgesehenen Platz beschlossen und ein Zuschuss von maximal 100 000 Euro für die Gestaltung unter Einhaltung der vorgegebenen Richtlinien in Aussicht gestellt. Fördermittel werden im Rahmen von IKEK allerdings nur gewährt, wenn ein alter Teil erhalten bleibt. Darunter fällt ein kleiner Stall an der Seite, der auf Vorschlag des beauftragten Architekten eventuell mit einer Toiletteneinrichtung versehen werden soll. Es gab Einwände, dass diese nicht notwendig sei und stattdessen Carports oder Garagen auf dem Platz vorgeschlagen. Dafür würde es allerdings keine Fördermittel geben. Unmut entstand in Lauter auch über die Veränderung der Prioritätenliste bei der Stadt, auf der Lauter zunächst zurückgestuft wurde, aber inzwischen mit dem Marktplatz Laubach, der einer Kreisbewertung unterliegt, und einem Objekt in Gonterskirchen gleich bewertet wird. Becker wies darauf hin, dass die Fördermittel mit den Herstellungskosten nichts zu tun haben. Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn stellte fest, dass im Hinblick auf die Förderung durch IKEK noch kein Antrag gestellt wurde, da die Planungen noch laufen. Auf verschiedenen Nachfragen aus der Runde, etwa durch Ortsbeiratsmitglied Carlo Heres, kamen Bedenken hinsichtlich der finanziellen Förderung für das Projekt auf. Obwohl Becker und Kühn wiederholt darauf hinwiesen, dass auf jeden Fall die in Aussicht gestellten Mittel, egal von welcher Seite, für den Dorfplatz fließen, konnte ein letzter Zweifel hinsichtlich der Finanzierbarkeit bei einigen Anwesenden nicht ausgeräumt werden.

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