07. Dezember 2018, 22:11 Uhr

Nicht auf den Hallenrand springen

07. Dezember 2018, 22:11 Uhr
Die Turnhalle in Niederkleen macht mit geschlossenen Fensterläden einen trostlosen Eindruck. Doch nicht die Außenansicht, sondern der marode Hallenboden macht den Langgönsern große Sorgen. (Foto: se)

Die Alte Turnhalle Niederkleen sorgte in der gemeinsamen Sitzung der Langgönser Umwelt und Verkehrsausschüsse für eine lebhafte Diskussion. 40 Bürger verfolgten die Sitzung – ein Indiz dafür, dass sich die Niederkleener für dieses Thema interessieren.

Die alte Turnhalle ist dringend sanierungsbedürftig. Architekt Thomas Jungherr stellte das Ergebnis einer baustatischen Untersuchung des Fußbodenaufbaus vor. Daraus ist ersichtlich, dass »der vorhandene Hallenboden im untersuchten Bereich derart beschädigt ist, das die Tragfähigkeit nicht gegeben ist«. Es wird empfohlen, bis zur genauen Feststellung der Größe des Schadens den Hallenbetrieb einzuschränken. Außerdem ist angedacht, die Randbereiche an den Außenwänden abzusperren. Darüber hinaus sollen »sprungartige Sportarten« untersagt werden.

»Wir brauchen dringend eine Erneuerung der Turnhalle«, forderte Jürgen Klein, der Vorsitzende des TSV Niederkleen. Eine Teilverlagerung des Sport- und Übungsbetriebes in das Dorfgemeinschaftshaus könne keine Lösung sein. »Wir brauchen eine Mehrzweckhalle und keinen Prunkbau«, rief eine Sportlerin. Zusätzlich gab eine Übungsleiterin einige Beispiele dafür, warum das Dorfgemeinschaftshaus nur eingeschränkt tauglich sei, zum Beispiel weil Sportgeräte erst herbeigeschafft werden müssten. Der Wunsch nach einer schnelle Lösung wurde laut.

Das sogenannte Alte Haus in Niederkleen ist ein Schmuckstück, das einer Aufhübschung bedarf. »Ein besonderes Denkmal«, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Knorz fest, dem das 1656 errichtete Gebäude besonders am Herzen liegt. Im Ausschuss stand jedoch die Außenanlage im Vordergrund. Er soll in Sanierungsplanungen mit einbezogen werden. Die Sanierung der alten Turnhalle und die Neugestaltung des Alten Hauses sollten aus Mitteln der Hessenkasse finanziert werden. Allerdings werden die Gelder der Hessenkasse wohl nicht ausreichen, um alle Maßnahmen zu finanzieren.

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