Rund 350 000 Euro wird es kosten, wenn in Wißmar in der Marburger Straße zwischen Bachstraße und Goethestraße ein zusätzlicher Kanal gebaut wird. Der rund 220 Meter lange Kanal soll bei starkem Regen das zusätzliche Wasser aufnehmen und in den Lohrbach leiten. Denn der vorhandene Kanal reicht längst nicht mehr aus, sodass es wiederholt zu Überflutungen von Straße und Grundstücken sowie zu nassen Kellern in der Marburger Straße kam.

CDU geht es nicht schnell genug

In diesem Jahr sollen die Planungen und Genehmigungsverfahren sowie die Ausschreibung der Arbeiten laufen; im Jahr 2020 dann soll der Kanal gebaut werden. Geplant sind zudem Rückhaltebecken in der Wißmarer Gemarkung oberhalb der Ortslage, um Regenwasser bereits vor dem Dorf einzustauen und dann gedrosselt über Kanäle und Gräben abzuführen. Standorte sollen am Lohrbach, am Grubenberg und am Gierndbach/Rainweg sein.

So könnte ein Becken quasi unterhalb des Lehrgartens des Obst- und Gartenbauvereins entstehen, ein weiteres hinter dem Anwesen »Radio Schindler«. Im Rainweg sind oberhalb des landwirtschaftlichen Anwesens Bühls drei Dämme geplant.

Thema war es am Donnerstag in der Gemeindevertretung, wo der Beschluss zum Bau des neuen Kanals gefasst wurde. Zudem wurden 30 000 Euro für die Planung bereitgestellt. Der CDU geht dies jedoch alles nicht schnell genug. Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Noeske plädierte dafür, auch Plan und Bau der Regenrückhaltebecken noch in diesem Jahr energischer voranzutreiben. »Mit 30 000 Euro Planungskosten allein wird den Menschen nicht geholfen, die nasse Keller haben«, mahnte er zu mehr Eile. Für den Bau von Becken und Dämmen muss die Gemeinde jedoch die nötigen Flächen ankaufen. Rund 28 000 Quadratmeter werden wohl gebraucht.

Bislang hat die Gemeinde Wetteberg sechs der 18 benötigten Grundstücke erworben, für zwei weitere besteht die Zusage, diese 2020 kaufen zu können. Acht Grundstücke kann die Gemeinde gegen andere Flächen tauschen. Die Verträge dazu werden vorbereitet, berichtet Bürgermeister Thomas Brunner.

Des Weiteren forderte die CDU, das Thema weiter im Fachausschuss zu beraten. Dem mochte die Mehrheit jedoch nicht folgen, weil man sich davon keinen weiteren Erkenntnisgewinn verspricht.

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