27. April 2017, 08:00 Uhr

Marode

Neue Brücke über Lumda in Lumda geplant

Über die Lumda gibt es in Lumda zwei Brücken – beide sind marode. Nun soll noch dieses Jahr eine neu gebaut werden, die andere ist nächste Woche gesperrt.
27. April 2017, 08:00 Uhr
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Von Constantin Hoppe
Die Brücke in Lumda über die Lumda ist in die Jahre gekommen. Alles über sechs Tonnen Gewicht darf hier nicht mehr rüberfahren. (Foto: DEHNHARDT_P)

Ein kleines Feuerwehrauto wiegt 7,5 Tonnen – doch selbst das ist für die Brücke in der Dorfstraße in Lumda schon zu viel. Seit Jahren ist das Bauwerk marode, und dies wäre vielleicht auch noch einige Zeit so geblieben. »Jetzt haben wir aber plötzlich die Situation bekommen, dass in den nächsten Tagen ein Förderbescheid des zuständigen Ministeriums eintreffen soll«, sagte Bürgermeister Frank Ide auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag. Insgesamt werden für den Neubau rund 260 000 Euro benötigt. Der Ausschuss empfahl das Projekt am Dienstagabend einstimmig.

Ortsdurchfahrt ab 2. Mai dicht

In Lumda gibt es aber nicht nur eine, sondern zwei marode Brücken über die Lumda. Während die in der Dorfstraße in Hand der Stadt Grünberg ist, liegt die zweite Brücke über die Lumda in Lumda in der Lumdastraße als Kreisstraße in Trägerschaft des Landes Hessen. Sie soll 2018 erneuert werden. Um dafür die Planung vorzubereiten, finden nun Bohrarbeiten an der Brücke statt. Darum ist die Ortsdurchfahrt vom 2. bis 6. Mai voll gesperrt. Die Buslinie GI-78 weicht in dieser Zeit auf die Haltestelle »Am Bahndamm« aus, der Halt »Neuer Weg wird nicht angefahren. Die An- und Abfahrten zum Kindergarten »Eulennest« sind weiterhin gewährleistet.

Ausschuss pro Genossenschaft

Trotz einer recht kontroversen Diskussion empfahl man mehrheitlich die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung auf dem Gebiet des sozialen Wohnungsbaus im Landkreis Gießen. Lediglich zwei Mitglieder enthielten sich bei der Abstimmung. In der Verwaltung konnte man einen großen Teil der bislang liegengebliebenen Jahresabschlüsse aufarbeiten, die Jahre 2008 bis 2011 wurden dem Gremium vorgelegt.

Eltern sollen zu Kitas befragt werden

Energetische Sanierungsarbeiten betreffen den Gebäudekomplexes Stadtarchiv/Freibadgebäude. Auch muss hier eine komplett neue Kücheneinrichtung angeschafft werden. »Alles in allem wird das eine ziemliche Investition – aber diese ist dann gleich über Jahrzehnte hinweg getätigt«, sagte der Bürgermeister. Auch hier war das Ja einstimmig.

Daneben stand auch die Sanierung der Sport- und Kulturhalle in Stangenrod auf der Tagesordnung: Insgesamt soll sie nun rund 775 000 Euro kosten, nachdem auch die Decke ausgetauscht werden soll (die Gießener Allgemeine berichtete). In den ersten Planungen war dies nicht miteinkalkuliert worden, sodass statt der bisher geplanten 600 000 Euro nun 175 000 Euro mehr fällig werden. Der Ausschuss stimmte einstimmig für den Bereitstellung der Mittel.

Wie zuvor bereits beim Sozial- und Kulturausschuss erhielt auch beim HFA ein Antrag der SPD die Zustimmung der Mitglieder: Der Magistrat soll eine Umfrage bei den Grünberger Eltern organisieren um zu ermitteln, in wie weit man von dieser Seite mit der Betreuung in den Kindergärten zufrieden ist und ob die Einrichtung eines Waldkindergartens gewünscht wird. Ein weiterer Antrag der Grünen drehte sich rund um die Elektromobilität: Die Verwaltung soll Informationen vorlegen, wo im Stadtgebiet überall E-Ladestationen für Fahrzeuge aufgestellt werden sollen. Auch dieser erhielt die Zustimmung des Ausschusses.



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