22. September 2017, 13:00 Uhr

Neubau

Neubau in Hungen: Seniorenzentrum mit flexiblem Konzept

Die stationäre Pflege hat ihre Stärken, die ambulante auch. In Hungen plant die ABID GmbH nun ein Seniorenzentrum, das beide Vorteile verbindet.
22. September 2017, 13:00 Uhr

Seit 1999 baut Stefan Hötterges Seniorenzentren, und von Anfang an hat er sich eine Maxime zu eigen gemacht: Nicht an der Peripherie. Jetzt plant der Architekt und Prokurist der ABID Senioren Immobilien GmbH eine neue Einrichtung in Hungen, und das rund 8000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Feuerwehr-Stützpunkt, Kindergarten und ehemaligem Kino entspricht ziemlich genau seinen Vorstellungen: Es liegt am Rande der Innenstadt. Bis zu den Geschäften, dem Kulturzentrum, der Stadthalle oder auch zum Bahnhof ist es nur ein Katzensprung.

 

Wahlfreiheit bei den Leistungen

 

»Seniorenzentrum Am Limes« heißt der Arbeitstitel des Projekts, das nicht reines Pflegeheim ist und nicht reine Tagespflege, sondern etwas dazwischen. »Soviel Selbstständigkeit wie möglich, soviel Hilfe wie nötig«, umschreibt Hötterges das Konzept. Geplant sind drei Baukörper. Ein L-förmiger Komplex bietet Platz für Tagespflege, 68 Pflegeappartements, Café, Frischeküche, geschützten Innenhof sowie Flächen für Arztpraxen und medizinische Dienstleistungen. Nebenan sollen zwei dreigeschossige Gebäuden mit je gut 30 Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen. Geplant, gebaut und vermarktet wird das Seniorenzentrum von der ABID GmbH, als Betreiber steht die Onesta Firmengruppe parat. Beide Unternehmen haben gemeinsam schon mehrere Projekte zwischen Mosel, Rhein und Lahn entwickelt, im Landkreis Gießen kennt man sie vom Seniorenzentrum Gleiberger Land in Krofdorf-Gleiberg.

Dort wird noch stationäre Pflege im klassischen Sinne betrieben. In Hungen aber soll, wie Stefan Hötterges und Bürgermeister Rainer Wengorsch gestern in einer Pressekonferenz erläuterten, ein neues Konzept umgesetzt werden: Pflegeappartements, die den Bewohnern ein größtmögliches Maß an Flexibilität bieten. Man wolle die Vorteile der stationären und der ambulanten Pflege sowie der Tagespflege kombinieren, erläuterte Hötterges. Das heiße konkret: Wahlfreiheit bei Leistungen wie Pflege und Betreuung, hauswirtschaftlichen Leistungen und Verpflegung bei gleichzeitiger Verfügbarkeit des Personals rund um die Uhr. Bewohner der Appartements müssten also nicht zwangsläufig die Dienste der Onesta in Anspruch nehmen. »Die Heimaufsicht achtet darauf, dass das auch so eingehalten wird«, versichert der Planer. Der 900 Quadratmeter große Tagespflegebereich werde von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein und stehe nicht nur den Bewohnern der Appartements, sondern auch anderen Senioren aus Hungen offen.

In Anbetracht des demographischen Wandels ist das ein wichtiges Projekt für Hungen

Bürgermeister Rainer Wengorsch

Die 32 Quadratmeter großen Pflegeappartements sollen als Kapitalanlage vermarktet und dann vermietet werden. Die Wohnungen in den Nachbargebäuden fürs »Betreute Wohnen« können sowohl von Eigennutzern als auch Anlegern erworben werden. Die Planung sieht 55 bis 70 Quadratmeter große Einheiten vor. »90 Quadratmeter sind aber auch möglich, wenn es gewünscht wird«, sagte der Architekt.

»In Anbetracht des demographischen Wandels ist das ein wichtiges Projekt für Hungen«, betonte Bürgermeister Wengorsch. »Ich bin froh, dass es geklappt hat.« Man habe noch mit weiteren Bewerbern verhandelt, aber das Konzept der ABID GmbH habe rasch überzeugt. Der Kaufvertrag werde in Kürze unterzeichnet, der Auftrag für die Erschließung des Grundstücks sei erteilt, noch im Oktober wollen die Projektentwickler den Bauantrag einreichen. Mit dem ersten Spatenstich rechnet Planer Hötterges im kommenden Frühjahr, mit der Fertigstellung etwa eineinhalb Jahre später.

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