22. Oktober 2018, 05:05 Uhr

Liebesgeschichte

Natascha Hoefer präsentiert in Hungen Roman »Woanders – am Ende der Welt«

Die Protagonisten – er Gießener, sie Französin – lernen sich in der Bretagne kennen. Natascha Hoefers Erstlingswerk hat durchaus Parallelen zu ihrer Familiengeschichte.
22. Oktober 2018, 05:05 Uhr
Natascha Hoefer in der Bretagne – hier spielt auch die Handlung ihres Romans. (Repro: kjg)

Die Mutter stammt aus der Bretagne, der Vater aus Deutschland. Dies hatte auch Einfluss auf den Roman, den Natascha Hoefer schrieb: In »Woanders – am Ende der Welt« kommt es zu einer ähnlichen Konstellation der Protagonisten. Im Blauen Saal des Hungener Schlosses las die Autorin nun aus ihrem Werk.

Darin schildert sie die wechselhafte Geschichte des Gießeners Florian, der Stress mit seiner Frau Katharina hat, und der Bretonin Marie, die ebenfalls an Herzschmerz leidet. Beide treffen sich zufällig in einem abgelegenen Ort in der Bretagne. Eine wichtige Rolle in dem Roman spielt das Tagebuch von Florians Großmutter, die als Funkerin im Zweiten Weltkrieg in der Bretagne stationiert war. Der Roman spielt auf zwei zeitlichen und zwei örtlichen Ebenen: im Zweiten Weltkrieg und in der Gegenwart, sowie in der Bretagne und in Gießen.

 

Mit Tagebuch der Oma unterwegs

 

Florian fährt in das zerfallene Ferienhaus seines Freundes Boris in Crozon im Finistère in der Bretagne, nimmt das Tagebuch seiner Oma mit und will Abstand von Katharina gewinnen. Seine Nachbarin Marie sieht seine Ankunft, die mit der Verwüstung ihrer Hortensien einhergeht, eher kritisch. Sie lebt auch noch nicht lange in ihrem Häuschen. Bei Aufräumarbeiten findet sie in einer alten Truhe ihrer verstorbenen Großtante das Bild eines deutschen Offiziers, das auf der Rückseite mit »pour mon amour 25. Dezember 1943« signiert ist. Was bedeutet das? Ist das der Schlüssel zu dieser Geschichte?

Inzwischen hat Florian mit dem Lesen von Omas Tagebuch begonnen und begibt sich an die Orte, an denen sie die Schrecken des Krieges erlebt hat. Er zeichnet das Tagebuch mit den Bildern seiner Kamera und eigenen Skizzen nach. Dabei beobachtet ihn Marie, die bei der Verfolgung von Florian nur des-halb nicht über die Felsen abstürzt, weil er sie rettet. Ist das der Anfang einer großen Liebe?

 

Die Sucht des Schreibens

 

Der Freundeskreis hatte wieder ein »gutes Händchen« bewiesen. Der blaue Saal war gut gefüllt, und die Lesung begeisterte die Zuhörer, weil sie viel Spannung, Temperament und Humor enthielt.

Jörg Müller vom K.A.P. Dornholzhausen interviewte die Autorin Natascha Hoefer. Sie sagte, Schreiben sei ihr ein Bedürfnis, sie habe schon immer geschrieben. Häufig schreibe sie wie im Rausch. Sie lebe ihre Geschichten. Schreiben sei für sie Sucht und Droge. Sie habe auch Gedichte geschrieben, kleinere Geschichten, ihre Promotion, aber dies sei ihr erster Roman. Ihr Geld verdient sie als Lehrerin in Deutschland und verbringt ihre Ferien in der Bretagne.

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