19. Oktober 2018, 21:18 Uhr

Nadelöhr Herrenhausgasse

19. Oktober 2018, 21:18 Uhr
Gerade am Abend, wenn die Berufstätigen heimkehren, wird es eng in der Wetterfelder Herrenhausgasse. (Foto: tb)

Welcher Haushalt hat heutzutage »nur« ein Auto? Und wie hoch ist der Anteil der Grundstücke, auf denen Stellplätze für alle Blechkarossen ist? Antworten darauf finden sich vielerorts. Auch in Wetterfeld, in der Herrenhausgasse, die am Kreisel am Fachmarktcenter beginnt, das Baugebiet »Am Weinberg« links liegen lässt und gegenüber der Tankstelle auf die Ortsdurchfahrt stößt. Des Abends wird es da schon mal eng. »Schon ein Problem«, wie Ortsvorsteher Ralf Ide meint. Die Suche nach Lösungen vor allem für dieses Verkehrsproblem prägte soeben die Bürgerversammlung in dem Laubacher Stadtteil.

Keine Parkbucht vor jedem Haus

Rund 60 Bürger waren der Einladung von Stadtverordnetenvorsteher Jochim M. Kühn gefolgt. Bürgermeister Peter Klug griff zunächst den Vorschlag des Ortsbeirats auf, ein absolutes Halteverbot im unteren Bereich der Herrenhausgasse einzurichten. Dass das jedoch die Situation nicht entspannen würde, habe die Verkehrsbehörde geäußert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde dadurch nur der ruhende Verkehr und mithin eine Engstelle in den oberen Bereich verlagert.

Wie es weiter hieß, sei in der Herrenhausgasse ein Gehwegparken verboten, trotzdem die Mindesfahrbahnbreite an vielen Stellen nicht gegeben sei. Dies aus Rücksicht auf Fußgänger, besonders Behinderte, Ältere und Kinder.

Aus dem Publikum kam der Hinweis, eine geringere Fahrbahnbreite würde für Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge zum Problem werden, der Verkehr zum Erliegen kommen. Am Übergang zur Lauterer Straße sollte ein Parken verhindert werden, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern, Pizzeria-Gäste auf die Stellflächen am DGH verwiesen werden.

Angesprochen wurden ebenso Einbahnstraßenregelung und Halteverbot im Bereich »Am Weinberg«/Laubacher Straße, doch als wenig überzeugend erachtet. Ebenso eine »Anlieger frei«-Regelung, halte diese doch Fremde nicht fern. Als effektiver erachtet wurde Tempo 30, in Verbindung mit dem Kennzeichnen von Parkflächen und eingeschränkten Halteverbotszonen. Letzteres wäre in einem verkehrsberuhigten Bereich möglich.

Wie seitens der Stadtverwaltung zu erfahren, misst eine Parkfläche 2,50-mal 5 Meter und kann nur bei einer Restfahrbahnbreite von 3,05 Meter errichtet werden. Nicht vor jedem Anwesen sei das gegeben, ein Parken außerhalb bedeutete eine Ordnungswidrigkeit. Von daher plädierte Bürgermeister Klug als Leiter der städtischen Verkehrsbehörde für eine eingeschränkte Halteverbotszone in Verbindung mit Tempo 30 oder aber einen verkehrsberuhigten Bereich. Fragen wurden auch zu Hofausfahrten gestellt. Ganz allgemein wurde Rücksichtnahme unter den Anliegern gefordert. In einer weiteren Ortsbeiratssitzung nun soll endgültig eine Lösung ausgeguckt werden.

Was Tempo 30 in allen Nebenstraßen Wetterfelds anbelangt, fand sich eine breite Mehrheit unter den Anwesenden.

Dass diese Regelung für die Ortsdurchfahrt und bei Nacht vom Regierungspräsidium mangels »Lärmkonfliktpunkt« negativ beschieden worden sei, merkte Klug an. Eine Geschwindigkeitsanzeige könnte aber angebracht werden. Als Standort wurde bereits der Ortseingang Richtung Münsterer Kreuz vorgeschlagen. Schließlich: Nach einer Verkehrszählung haben die Behörden Zebrastreifen als nicht notwendig erachtet.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Grundstücke
  • Peter Klug
  • Probleme im Bereich Verkehr
  • Tankstellen
  • Verkehrsbehörden
  • Weinberge
  • Laubach
  • der Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos