25. Mai 2018, 11:00 Uhr

Zugunglück

Nach dem Zugunglück in Buseck: Forderungen nach besserer Technik werden lauter

Nach dem schweren Unglück in Großen-Buseck sieht nach dem Bürgermeister auch die CDU die Deutsche Bahn in der Pflicht. Sie macht auch einen konkreten Vorschlag.
25. Mai 2018, 11:00 Uhr
denhardt_pad
Von Patrick Dehnhardt
Für den Bahnübergang werden Sensoren gefordert. (Foto: dpa)

Nach dem schweren Bahnunfall im Gewerbegebiet Großen-Buseck erhält Bürgermeister Dirk Haas bei seiner Forderung nach einer besseren technischen Ausrüstung des Bahnübergangs Unterstützung aus der CDU.

»Nach der Devise ›Weiter so‹ kann es nicht weiter gehen«, erklärte Fraktionsvorsitzender Frank Müller in Richtung des Schienennetzbetreibers Deutsche Bahn.

In einer Pressemitteilung schreibt er: »Eine kurzfristige grundlegende Verbesserung der Sicherheitsausstattung am Bahnübergang im Gewerbegebiet Großen-Buseck muss nach dem schweren Zugunglück unverzüglich erfolgen. Das bedarf keiner langen Diskussion.«

 

Modernste Technik installieren

 

Man unterstütze den Bürgermeister umfänglich bei seinem Einsatz bei der Bahn für eine maximal mögliche Ausstattung in puncto Sicherheit an dem unübersichtlichen Streckenabschnitt. Nur die alten Schranken wieder aufzustellen, sei nicht akzeptabel.

»Die Deutsche Bahn muss hier neue modernste Technik installieren und die Geschwindigkeit der Züge muss im unübersichtlichen Trassenbereich reduziert werden.« Nachdem viele Unternehmen im Gewerbegebiet investiert haben und dadurch das Verkehrsaufkommen stieg, müsse dem nun Rechnung getragen werden. Haas hatte Sensoren, die einen blockierten Bahnübergang melden, ins Gespräch gebracht.

 

Guter Gewerbestandort

 

Zudem spricht sich Müller für eine Erweiterung des Gewerbegebiets auf der anderen Seite der Umgehungsstraße aus. »Auch das seit Jahren ungenutzte Grundstück der Firma Poppe sollte die Gemeinde jetzt zurückkaufen und für die Entwicklung der Flächen nutzen.«

Darauf solle laut Müller eine Zufahrt gebaut werden. »Der Gewerbestandort in Buseck ist sehr erfolgreich und muss gesichert werden. Wenn auch eine Rampe hohe Kosten verursacht, eine direkte Anbindung an die B 49 sollte auf jeden Fall geprüft werden.« Zusammen mit der SPD wolle man in der nächsten Gemeindevertretersitzung Schritte in die Wege leiten.

 

Vorbildliche Hilfe

 

Nach dem Zugunfall mit 13 Verletzten am Dienstag und über einer Million Euro Schaden gibt es Lob für die Rettungskräfte als auch die ortsansässigen Firmen. Benachbarte Unternehmen stellten sofort Getränke und Obst als Verpflegung für die rund 100 Einsatzkräfte vor Ort bereit, berichtete Bürgermeister Haas.

Die Freiwilligen Feuerwehrleute hatten beim Alarm teils sofort ihre Arbeitsplätze verlassen müssen – nur möglich, wenn der Arbeitgeber diese ehrenamtliche Tätigkeit unterstützt.

Damit die Unternehmen im Gewerbegebiet noch mit Lkw angefahren werden konnten, hatte Edeka kurzerhand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Umleitung über einen Feldweg organisiert. Da dieser für Begegnungsverkehr von Lastwagen zu schmal ist, wurden die Fahrten jeweils an den Endpunkten koordiniert.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos