Kreis Gießen

Nach 15 Monaten offiziell ernannt

Bereits seit Februar 2018 bestimmt Andrej Keller als Schulleiter die Geschicke der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES), nun wurde er auch offiziell in sein Amt eingeführt: In einer Feierstunde erhielt Keller am Montag vom Leitenden Schulamtsdirektor Dr. Arne Hogrefe die Ernennungsurkunde. Er habe sich als engagierter und belastbarer Schulleiter erwiesen, von allen Seiten werde ihm hohe Kommunikationsfähigkeit bescheinigt, sagte Hogrefe.
06. Mai 2019, 22:18 Uhr
Jonas Wissner
Schulleiter Andrej Keller (links) nimmt Geschenke des Personalrats entgegen.	(Foto: jwr)
Schulleiter Andrej Keller (links) nimmt Geschenke des Personalrats entgegen. (Foto: jwr)

Bereits seit Februar 2018 bestimmt Andrej Keller als Schulleiter die Geschicke der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES), nun wurde er auch offiziell in sein Amt eingeführt: In einer Feierstunde erhielt Keller am Montag vom Leitenden Schulamtsdirektor Dr. Arne Hogrefe die Ernennungsurkunde. Er habe sich als engagierter und belastbarer Schulleiter erwiesen, von allen Seiten werde ihm hohe Kommunikationsfähigkeit bescheinigt, sagte Hogrefe.

Mehrfach wurde gelobt, dass Keller in seiner bisherigen Zeit als Schulleiter eine offene Diskussionskultur geschaffen und vieles angestoßen habe. »Wir haben den vorantreibenden Wind in den Schulsegeln bereits gespürt«, sagte Schülervetreter Marian Moldenhauer. Elternbeiratsvorsitzende Sabine Gerbich nannte ihn einen »guten Teamplayer«, der alle Akteure der Schulgemeinde miteinbeziehe. Kellers Stellvertreter Ralph Kemp hob hervor, dass der Schulleiter in Zeiten von Europa-Skepsis die europäische Idee hoch halte – etwa mit dem neuen Schullogo samt Sternen. Nach längerer Vakanz auf der Leitungsposition habe es mit Keller »eine Zeitenwende« gegeben. Seitens des Fördervereins war von »angenehmer und konstruktiver Zusammenarbeit« mit Keller die Rede.

Bildungsgerechtigkeit schaffen

Keller gab den Dank an die Schulgemeinde zurück: »Mit Ihnen macht es Spaß, diese Schule zu gestalten.« Die CBES sei eine Schule, die »seit bald 51 Jahren viel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt tut«. Es sei eine stetige Herausforderung, für alle Schüler da zu sein, ein Spagat »zwischen Hochbegabung und Lernschwäche«. Keller weiter: »Es ist unsere Aufgabe, Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.« In seiner Familie habe es keine Abiturienten gegeben, sagte der Sohn jugoslawischer Eltern, denen er ebenso dankte wie seiner Frau. Wichtige Zukuntsaufgaben der Schule seien Integration, Inklusion und Digitalisierung.

Mit der Schulgemeinde in Lollar war Keller schon vor seiner Einsetzung als Schulleiter vertraut: Von 2013 bis 2016 leitete der gebürtige Kölner den Gymnasialzweig an der CBES, anschließend war er bis 2017 an der Liebigschule für das Aufgabenfeld Gesellschaftswissenschaften verantwortlich, ehe er wieder nach Lollar wechselte. Zu Beginn seiner Laufbahn war er auch in Butzbach tätig. Keller ist Vater von drei Kindern. Als Lehrer ist er in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften ausgebildet.

Im Norden des Landkreises ist die Lollarer Gesamtschule die einzige Schule, an der das Abitur abgelegt werden kann. Im vergangenen September feierte die Schulgemeinde das 50-jährige Jubiläum der CBES, die 1968 als »Mittelpunktschule Lollar« gegründet worden war. Seit 2015 ist die zuvor eigenständige Gesamtschule in Allendorf/Lumda der CBES als Standort angegliedert. Die CBES gehört mit knapp 1500 Schülerinnen und Schülern sowie etwa 150 Lehrkräften (inklusive des Standorts Allendorf) zu den größten Schulen im Kreis.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Nach-15-Monaten-offiziell-ernannt;art457,586095

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