10. September 2019, 22:11 Uhr

Mundart zelebriert

10. September 2019, 22:11 Uhr
Mundart in ihrer wohl schönsten Form zelebrieren »Stielhipper« Clemens Goth, »Schusterkarls« Berthold Schäfer und »Weehschneirersch« Jens Schneider (v. l.). (Foto: ws)

Stehende Ovationen gab es für die Mundart-Formation mit den drei Musikern »Schusterkarls« Berthold Schäfer (Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Mundharmonika), »Stielhipper« Clemens Goth (Gesang, Bassgitarren) und »Weehschneirersch« Jens Schneider (Gesang, Mandolinen) am Ende des Mundart-Konzertes vom Auditorium im Gästehaus »Am Kirchlein« in Krumbach.

Das Mundart-Trio stand am Ende Schulter an Schulter auf der Bühne und genoss die Huldigung des Publikums. Schon mit den »Fäägmeel«-Liedern »Menschegleck«, »Schnobbe und Houste« sowie »Weit un hoh« sprang der musikalische Funke auf die 50-köpfige Zuhörerschar über. Der Gastraum des »Kirchleins« bot die passende familiäre Atmosphäre für das viel beachtete Mundart-Konzert. Großen Applaus gab es im ersten Part auch für »Wie de’s mächst« (Wie Du’s auch machst), »En Samstaog em Bett« und »Jeder braucht e Fraa«. Das Publikum sang und klatschte begeistert mit. Schäfer und seine Mitstreiter zeigten sich tief gerührt vom Zuspruch und präsentierten einige Mundart-Anekdoten und Begebenheiten.

Nach einer kurzen Pause konstatierte Schäfer: »Es es immer wirre schie, em Kirchlein se spiln.« Und fügte hinzu: »Mundart ist ein Stück unserer Kultur.« Die Wahl des Namens »Meelstaa« steht für die Fortsetzung eines Prozesses: In der »Fäägmeel« (Fegemühle) wurde das gedroschene Getreide gereinigt, im »Meelstaa« (Mühlstein) anschließend zu Mehl gemahlen.

Und so ging es weiter mit den legendären Liedern von Siegwart Roth. »Bont un narrich«, »Woas bleibt« und »Wann Du mer fehlst« traf den Geschmack der Zuhörer. Mit »Die richtich Fraa«, »Mannsleut«, »Ean de Kirch« und »Nochbersch Gockel« gab es im Schlusspart noch mehr Stimmung und die »Mundart-Gemeinde« ging voll mit. Klar, dass die Meelstaa-Formation am Ende um eine Zugabe mit der »Rure-Reuwe-Roppmaschin« und »Ganz waech« (Ganz weich) nicht herumkam. Die drei ließen die Songs mit großer Authentizität lebendig werden.

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