10. Dezember 2018, 21:26 Uhr

Mundart mit viel Gefühl

10. Dezember 2018, 21:26 Uhr
»Die Plattsänger« in Aktion. (Foto: gdp)

Mal heiter, mal nachdenklich und mal ergreifend schön, waren die Lieder und Geschichten aus gar nicht allzu alter Zeit, die beim achten Heimatabend des Gesangverein Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg nun im Zentrum standen. Sechs Akteure und ein Chorensemble gestalteten das fast dreistündige Programm.

Vom »Aberadebau-Rab«

Musikalisch eröffnet wurde der sonntägliche Reigen vom Eintracht-Chor »Die Plattsänger« mit Eintracht Chorleiter Dieter Schäfer und dem Lied »Aus der Jugendzeit«. Damit war charmant die Tür in die Vergangenheit geöffnet. Mit dem anschließend heiteren Chorsatz »Asch trenk jetz koan Schnaps mie« (Ich trinke jetzt keinen Schnaps mehr) ging es direkt auch zur Mundart über.

Aus Burg-Gemünden erfreute Karl-Heinz Theiß die Gäste mit Geschichten, Anekdoten und Versen aus noch nicht lange vergangenen Zeiten. Egal, ob Theiß davon erzählte, wie »de Foadder med em Bubche en die Wirtschaft geng« (der Vater mit dem Bübchen in die Wirtschaft ging) oder eine Werbung vom »Aberadebau-Rab aus Rabertshause« vortrug, das Publikum hatte Spaß. Auch Rita Mattern erfreute mit ihren Texten in Mundart das Publikum, das gerne mitsang – selbst die Nicht-Plattschwätzer.

Welch musikalisches Multitalent der Eintracht Dirigent Dieter Schäfer ist, erlebten erstmals auch einige seiner Chorsänger, die ihn bis dato nur als Chordirigent, Klavierspieler und Gitarrist kannten. Denn was er mit seinen selbst getexteten und vertonten Mundartgeschichten vom »Kadoffenstrasche« (Kartoffelreihen aufhäufeln mit dem Pflug) oder mit den Aneinanderreihung von Lebensgleichungen beim Refrain Lied»Ei, reun« (ei, tatsächlich) mit Gesang und Gitarrenspiel zum Besten gab, erheiterte und erstaunte so manch einen »Eingeborenen«.

Die kleinen Kerzen auf dem Moderationspult von Günther Dickel erinnerten zwar an den zweiten Adventssonntag, aber die Geschichten und Duettgesänge von Christa Magel und Hannelore Schmandt verstärkten diesen Kerzenduft um ein Vielfaches. Einfühlsam, nachdenklich und dankbar, hoben sie mit ihren Geschichten »Wenn die Tage kürzer werden«, »Es ist Advent« oder »Was man sich früher zu Weihnachten schenkte« die Adventsstimmung. Mit den Duetten »Nimm dir Zeit«, »Es wird schon gleich dunkel« und »Guten Abend, gute Nacht«, klang ein schöner Adventsabend aus.

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